Grenzdurchgangslager: Handfester Streit um Beleuchtung im Zelt

Grenzdurchgangslager Friedland: Dort sind derzeit etwa 3000 Flüchtlinge untergebracht. Ausgelegt ist das Lager für 700 Bewohner. Foto: Jelinek

Friedland. Einen handfesten Streit um die Beleuchtung im Zelt gab es in der Nacht zum Freitag im Grenzdurchgangslager Friedland. Die Polizei rückte mit fünf Streifenwagenbesatzungen aus.

Laut Polizei waren „Unstimmigkeiten über das eingeschaltete Licht“ in dem Zelt Auslöser für den Streit zwischen sechs Flüchtlingen, berichtet die Polizei. Die Beamten waren gegen 0.30 Uhr alarmiert worden.

Zwei der Beteiligten sollen schließlich Stuhlbeine abgerissen und damit ihre Kontrahenten bedroht haben. Es entwickelte sich ein Handgemenge, bei dem niemand verletzt wurde, heißt es in einer Mitteilung.

Als die alarmierte Polizei eintraf, hatte sich die aufgeheizte Situation bereits ein wenig beruhigt. Zur Verhinderung weiterer Straftaten beziehungsweise aggressiver Streitigkeiten nahmen die

Beamten einen 22 Jahre alten Bewohner des Zeltes und eine 19-jährige Frau zu deren Schutz in Gewahrsam. Beide wurden nach Göttingen gebracht.

Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung ein. Bei der Auseinandersetzung wurden mehrere Stühle, Trennwände und zwei Feuerlöscher beschädigt. Der Gesamtschaden beläuft sich auf etwa 1200 Euro.

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