Infos per Bildschirm für Flüchtlinge im Lager Friedland

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Infos für die Flüchtlinge im Grenzdurchgangslager: (von links) Jaqueline Emmermann, Sandra Craciun, Heinrich Hörnschemeyer, Gerd Hujahn und Axel Kreschnitzki stellten das Projekt vor.

Friedland. Per Bildschirm werden ab sofort die Flüchtlinge im Lager Friedland informiert. In sieben Sprachen gibt es ständig wiederkehrende Verhaltensregeln.

Polizei und Grenzdurchgangslager Friedland entwickelten gemeinsam die Idee für die Information per Bildschirm. Dazu wurde mit Unterstützung einer Göttinger Firma ein 60-Zoll-Flachbildschirm beschafft.

Die Texttafeln werden in Amharisch (Äthiopien), Kurdisch, Tigrinya (Eritrea), Urdu (Pakistan/Indien), Arabisch, Deutsch und Englisch angezeigt. Folgende Botschaften sind zu lesen:

• Ein friedliches Miteinander ist die Basis unseres Zusammenlebens.

• Alle sind vorm Gesetz gleich. Die Gesetze in Deutschland gelten für Menschen aller Nationen.

• Frauen und Männer sind gleichberechtigt.

• Gewalt wird nicht toleriert und von der Polizei konsequent unterbunden!

• Es ist strafbar, Kinder und Frauen zu schlagen!

• Jeder hat das Recht an seinem Eigentum!

• Diebstahl wird strafrechtlich verfolgt!

• In Notfällen wenden Sie sich an die Polizei!

• Der Notruf unter 110 ist kostenlos.

Heinrich Hörnschemeyer, Chef des Grenzdurchgangslagers Friedland, berichtete, dass sich die Reduzierung der Belegung positiv ausgewirkt habe. Das Land hatte die Zahl der Flüchtlinge, die in Friedland untergebracht sind, von mehr als 3000 auf unter 2000 verringert – wir berichteten. Dadurch gibt es laut Hörnschemeyer wesentlich weniger Konflikte. Außerdem habe sich die Schlange bei den Mahlzeiten deutlich reduziert. Laut Hörnschemeyer habe sich herumgesprochen, dass jeder während der Essenszeiten eine Mahlzeit bekommt.

Demnächst soll überprüft werden, wie das neue Info-Angebot bei den Flüchtlingen in Friedland ankommt. Bei Bedarf können übrigens auch weitere Botschaften eingespielt werden. (bsc)

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