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Klaus Siems wird neuer Chef im Grenzdurchgangslager Friedland

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Von: Bernd Schlegel

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Wechsel an der Spitze des Grenzdurchgangslagers Friedland: Klaus Siems (rechts) wird Nachfolger von Heinrich Hörnschemeyer (links). Klaus Dierker dankte den langjährigen Leiter für das Engagement.
Wechsel an der Spitze des Grenzdurchgangslagers Friedland: Klaus Siems (rechts) wird Nachfolger von Heinrich Hörnschemeyer (links). Klaus Dierker dankte den langjährigen Leiter für das Engagement. © LAB Niedersachsen/nh

Wachwechsel im Grenzdurchgangslager Friedland: Nach über 30 Jahren an der Spitze der Einrichtung geht Leiter Heinrich Hörnschemeyer Ende des Monats in den Ruhestand. Neuer Chef wird Klaus Siems, der zuletzt den Standort in Braunschweig leitete.

Friedland – Seit Juni 1991 war Hörnschemeyer Leiter des Grenzdurchgangslagers und hat seitdem maßgeblich die Entwicklung des Standorts geprägt. Er führte die Einrichtung nach Angaben der Landesaufnahmebehörde erfolgreich durch die vergangenen Herausforderungen, wie zum Beispiel den starken Zuzug von Geflüchteten in den Jahren 2015 und 2016. Außerdem trug er dazu bei, dass herausragende Projekte wie das Museum Friedland realisiert werden konnten.

„Personen mit einer Vita, wie Heinrich Hörnschemeyer sie vorweisen kann, haben wir nur wenige in unserer Behörde. Mit seinem Wissen, das er in all den Jahren gesammelt hat, ist er immer ein wichtiger Ansprechpartner für uns gewesen“, lobte Klaus Dierker, kommissarischer Leiter der Landesaufnahmebehörde (LAB) Niedersachsen, die Arbeit Hörnschemeyers. Er habe über drei Jahrzehnte dem Grenzdurchgangslager Friedland ein Gesicht gegeben und nicht nur den Standort, sondern die gesamte Behörde maßgeblich geprägt.

Klaus Siems übernimmt die Leitung des Grenzdurchgangslagers im März. „Friedland ist ein ganz besonderer Ort mit einer ganz besonderen Geschichte und Bedeutung. Bereits in den letzten Wochen konnte ich im Austausch mit Heinrich Hörnschemeyer einen umfassenden Einblick in den Standort bekommen. Ganz besonders spannend sind für mich Aufgaben wie die Aufnahme von Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedlern oder von Personen aus humanitären Aufnahmeprogrammen“, so Siems.

Klaus Siems war mit der Einrichtung der Zentralen Aufnahme- und Ausländerbehörde Oldenburg und der damit verbundenen Ausgliederung der Aufgaben im Jahr 2005 von der früheren Bezirksregierung Oldenburg in die Vorgängerbehörde der LAB gewechselt. Zwischen März 2014 und Oktober 2015 war Siems bereits Standortleiter in Braunschweig, bevor er den Aufbau und die Leitung des Standorts in Oldenburg übernahm. Im Dezember 2018 wechselte er wieder nach Braunschweig.  bsc

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