Asylbewerber mussten in Sicherheit gebracht werden

Landrat Reuter: Turnhalle in Friedland nach Wasserschaden nicht nutzbar

Im Gespräch: Friedlands Gemeindebürgermeister Andreas Friedrichs (Zweiter von rechts) informierte Landrat Bernhard Reuter (links daneben) zum Auftakt von dessen Sommerreise über notwendige Investitionen in die Infrastruktur. Foto: Schröter

Friedland. Die am frühen Montagmorgen bei unwetterartigen Regenfällen überflutete Sporthalle der Carl-Friedrich-Gauß-Schule in Groß Schneen bleibt für mehrere Monate unbenutzbar.

Das teilte Göttingens Landrat Bernhard Reuter (SPD) zum Auftakt seiner Sommerreise durch die Gemeinden des Landkreises Friedlands Bürgermeister Andreas Friedrichs sowie Vertretern des TSV Groß Schneen mit.

Die Sporthalle hatte eigentlich während der Sommerferien als Ausweichunterkunft für Flüchtlinge des überfüllten Grenzdurchgangslagers in Friedland genutzt werden sollen. Die rund 200 Flüchtlinge, die sich zum Zeitpunkt des Unwetters in der Halle aufhielten, hatten mitten in der Nacht evakuiert und in die benachbarte Schule gebracht werden müssen. Inzwischen sind sie in einer Sporthalle in Rosdorf untergekommen.

„Wann die Halle wieder genutzt werden kann, ist noch unklar, aber es steht zu befürchten, dass es vor Weihnachten nichts wird“, meinte Reuter. Immerhin müsse der komplette Boden der Halle ausgetauscht werden. Und das dauere seine Zeit.

Unklar ist derzeit, wer für den Schaden aufkommen muss. „Derzeit wird geprüft, ob es überhaupt eine Hochwasserversicherung für die Sporthalle gibt“, sagte Reuter. Das sei alles andere als selbstverständlich, weil mit einem solchen Schadenfall in Groß Schneen nicht zu rechnen gewesen sei. Damit ist auch noch nicht klar, wer für die in der Halle gelagerten Utensilien verschiedener Vereine (unter anderem auch denen des TSV Groß Schneen) haften muss. „Auch das wird derzeit geprüft“, berichtet der Landrat.

Im Rahmen seiner Sommerreise informiert sich Bernhard Reuter in den kommenden Wochen über notwendige Investitionen in die Infrastruktur der Gemeinden. Nach dem Auftakt in Friedland und Rosdorf geht es am Donnerstag weiter in der Gemeinde Gleichen.

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