Dank an Helfer und Mitarbeiter

Leuchtende Kinderaugen bei Weihnachtsfeier im Lager Friedland

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Wünschten sich „Frieden für die Welt“: Ein Kinderchor sang auf der Bühne zum Abschluss der Feier.

Friedland. Eine stimmungsvolle erste Weihnachtsfeier in ihrer neuen Heimat verlebten mehrere hundert Flüchtlinge und Spätaussiedler im Grenzdurchgangslager Friedland.

Die Kinder machten große Augen, als sie vom Weihnachtmann und dessen Helfern, dem niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius, Landtags-Vizepräsident Frank Oesterhelweg und dem Bundesbeauftragten für Aussiedlerfragen und Nationale Minderheiten, Dr. Günter Krings, Geschenke überreicht bekamen. Zuvor hatten die Redner in ihren (angesichts der zahlreichen ungeduldig wartenden Kinder zu lang ausgefallenen) Ansprachen die neuen Bürgerinnen und Bürger in Deutschland willkommen geheißen.

Zeit der Ungewissheit

„Für Sie alle ist das eine Zeit der Ungewissheit und damit eine schwere Zeit, die Sie in einer ungewohnten Umgebung verbringen“, sagte Boris Pistorius. Aber Sie werden in diesem für Sie noch fremden Land nicht allein gelassen“, versprach er. Friedland sei von jeher verbunden mit einem hoffnungsvollen Neubeginn und vielen Plänen für die Zukunft. Der Innenminister dankte allen Mitarbeitern und freiwilligen Helfern im Grenzdurchgangslager, aber auch in ganz Niedersachsen, die Flüchtlinge und Spätaussiedler bei ihren ersten Schritten in der neuen Heimat begleiten und zur Seite stehen. Die Weihnachtsfeier im Lager nannte er „eine feste Tradition an einem geschichtsträchtigen Ort“. Es freue ihn jedes Jahr wieder, wenn er die leuchtenden Augen der Kinder sehe. „So können wir ihnen in dieser schweren Zeit ein Stück Freude zurückgeben“, sagte Pistorius.

Höhepunkt

Für einen Höhepunkt der Veranstaltung sorgten die Kinder dann noch selbst. Kurz bevor es an die Verteilung der Geschenke ging, sagten einige von ihnen kurze Weihnachtsgedichte auf und sangen gemeinsam auf der Bühne ein Lied, in dem sie sich „Frieden für die Welt“ wünschten.

Das Grenzdurchgangslager Friedland durchliefen bislang insgesamt 4,5 Millionen Menschen

Das Grenzdurchgangslager Friedland war nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs von der britischen Armee an der Nahtstelle von drei Besatzungszonen errichtet.

Es diente zunächst als Anlaufstelle für Heimat- und Obdachlose sowie für heimkehrende Kriegsgefangene. Später kamen unter anderem Flüchtlinge aus Ungarn und Chile sowie „Boat People“ aus Vietnam hinzu. Bis heute haben mehr als 4,5 Millionen Menschen das Lager durchlaufen. 

Zurzeit leben etwa 200 Geflüchtete und 200 Spätaussiedler im Grenzdurchgangslager, sagte Heinrich Hörnschemeyer, der Leiter der Einrichtung. Im Laufe der Woche würden zudem rund 260 sogenannte Resettlement-Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak erwartet, die in gesonderten Aufnahmeprogrammen in die Bundesrepublik kommen. (epd/bsc)

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