Linke Demonstranten besuchten Dorf von Mitglied des rechten Freundeskreises

Verteilten Flyer und aßen Kuchen: Mitglieder des Bündnisses „Gegen Rechts Südniedersachsen“ in Reckershausen. Foto: privat

Reckershausen. Mitglieder des Bündnisses „Gegen Rechts Südniedersachsen“ haben am Sonntag Reckershausen besucht. Dort wohnt ein Mitglied des als rechtsextrem eingestuften Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen.

Vor dem Haus tranken sie Kaffee und verteilten Flyer, um über Rechtes Gedankengut aufzuklären. Laut Polizei blieb es friedlich.

Den etwa zehn bis 15 Mitgliedern, die Tische, Stühle und Sonnenschirme aufgestellt hatten, sei es ein Anliegen gewesen, mit den Dorfbewohnern ins Gespräch zu kommen. „Wir wollten darauf aufmerksam machen, dass in Reckershausen einer der Köpfe der Neonazi-Szene lebt“, sagte eine Sprecherin des Bündnisses. Deshalb hätten sie sich dazu entschlossen, nicht zur Gegenkundgebung nach Adelebsen zu fahren.

Durch die Aktion sowie das Verteilen von Flyern hätten sich viele Gespräche mit Bewohnern des Dorfes ergeben. Bisher werde meist mit Gegenkundgebungen ein Zeichen gegen Rechts gesetzt. Dennoch sei es wichtig, sich noch besser zu vernetzen, um noch besser über Rechte Ideen aufzuklären.

Die Polizei bestätigte, dass die Aktion friedlich ablief. Allerdings hätten die Demonstranten auf die Straße die Aufschrift „Nazis aus der Deckung holen“ gemalt. Nun müsse geprüft werden, ob sich die Farbe entfernen lasse. Wenn nicht, so handelt es sich laut Polizei um eine Sachbeschädigung. (chm)

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