Zuwanderung sichtbar machen

Museen in Friedland und Bremerhaven profitieren von Bundeshilfe

Das Museum Friedland
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Das Museum Friedland im dortigen Bahnhof: Es bietet einen umfassenden Einblick in das Thema Migration. (Archivfoto)

Wie schauen wir in Deutschland auf Migration? Meist im Zusammenhang mit Problemen bei der Integration. Das soll sich ändern, findet die Bundesregierung.

Berlin/Friedland – Dabei helfen sollen unter anderem das Auswandererhaus in Bremerhaven und Friedland bei Göttingen. Die Geschichte der nach Deutschland eingewanderten Menschen soll sichtbarer werden. Wie ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessert werden können – insbesondere im Öffentlichen Dienst –, darüber gehen die Meinungen auseinander.

Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch 49 Vorhaben, die Integration und gesellschaftliche Einheit stärken sollen. Dazu zählt unter anderem die Förderung von Museen, die zeigen, dass Deutschland seinen kulturellen Reichtum auch Eingewanderten zu verdanken hat, wie es in einer Erklärung des Bundes heißt.

Insbesondere das Dokumentationszentrum über die Migration in Deutschland in Köln, das Auswandererhaus in Bremerhaven, das Museum Friedland und das Auswanderermuseum Ballinstadt in Hamburg sollen von Zuwendungen profitieren.

Um Chancengleichheit für Menschen mit Migrationsgeschichte im Öffentlichen Dienst zu erreichen, soll laut Kabinettsbeschluss ein „Berichtswesen zu Diversivitätsmaßnahmen“ eingeführt werden.

Ein weiteres Kernvorhaben sei es, die Integration und Gesundheitsförderung älterer Menschen mit Einwanderungsgeschichte durch niederschwellige Sport- und Bewegungsangebote fördern. Integration ende nicht mit dem Erlernen von Sprache, Bildungserfolgen und dem Zugang auf den Arbeitsmarkt, sagte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU). Integration sei „auch eine Frage des Zusammenwachsens und des Zusammenhalts.“ Weitere Infos über das Museum Friedland gibt es hier. (Thomas Kopietz/dpa)

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