Museum Friedland als außerschulischer Lernstandort anerkannt

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Kultusministerin Frauke Heiligenstadt und Museumsleiter Dr. Frank Frühling bei der Übergabe der Plakette. 

Friedland. Nur etwas mehr als ein Jahr nach seiner Eröffnung ist das Museum Friedland als außerschulischer Lernstandort anerkannt worden.

Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt überreichte am Freitag die entsprechende Plakette und die Urkunde. „Wir waren alle sehr aufgeregt, weil diese Auszeichnung ja nicht nur ein Zeichen der Wertschätzung ist, sondern auch eine Verpflichtung“, sagteMuseumsleiter Dr. Frank Frühling. Für ihn und sein Team sei es ein zusätzliche Ansporn, „unserem Bildungsauftrag zu dem gesellschaftlich und politisch hochaktuellen Thema Flucht und Migration gerecht zu werden“.

Innerhalb kurzer Zeit hat das Museum Friedland ein vielfältiges Bildungsprogramm erarbeitet.

Für neunte und zehnte Klassen sowie solche der Oberstufe werden Workshops angeboten, die sich an den jeweiligen Lehrplänen für das Fach Geschichte orientieren und die Schülern die Möglichkeit bieten sollen, sich Inhalte selbst zu erarbeiten und zu vertiefen. „Die Motivation, sich mit der Geschichte des Grenzdurchgangslagers zu befassen, seine Funktionen zu begreifen und Gründe für die massenhaften Fluchtbewegungen am Ende des Zweiten Weltkrieges nachzuvollziehen, ins umso größer, je mehr Freiraum wir den Schülern zur eigenen Recherche in den Ausstellungsräumen bieten“, betont Museumspädagogin Angela Steinhardt. Das Konzept der Ausstellung sei prädestiniert dafür, dass sich Schüler Flucht und Migration aus unterschiedlichen historischen wie aktuellen Perspektiven nähern. „Das Museum Friedland wird als außerschulischer Lernort ein echte Bereicherung für die Schüler, aber auch für die Lehrkräfte“, lobte Kultusministerin Frauke Heiligenstadt. Ihr Dank ging an Museumsleiter Dr. Frank Frühling und sein Team, die gemeinsam „großartige Arbeit“ leisten würden.

Lobende Worte gab es auch von Jens Haepe, dem Leiter der Carl-Friedrich-Gauss-Oberschule im benachbarten Groß Schneen, von wo immer wieder Klassen das Museum besuchen. „Hier wird Geschichte erlebbar gemacht“, so Haepe. „Dadurch ist das Museum Friedland bestens geeignet, um politisches Wissen zu fördern und das sogar so, dass es den Schülern auch noch Spaß macht.“ (per)

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