Neue Sporthalle für Groß Schneen: Sieger-Entwurf kommt aus Münster

Präsentation des Siegerentwurfs für die neue Sporthalle: Landrat Bernhard Reuter (links), Architekt Ulli Weidemann und Erste Kreisrätin Christel Wemheuer. Foto: Niesen

Groß Schneen/Göttingen. Der in Münster tätige Architekt Ulli Weidemann vom Büro „23-7 Architektur“ hat den Realisierungs-Wettbewerb für den Neubau einer Dreifeld-Sporthalle in der Friedländer Ortschaft Groß Schneen gewonnen.

Sie soll als Ersatz für die durch einen Starkregen mit Hochwasser im vergangenen Jahr ruinierte Sporthalle gebaut werden. Weidemann erhält dafür vom Landkreis Göttingen ein Preisgeld von 10.000 Euro.

Landrat Bernhard Reuter betonte, die letzte Entscheidung über den Bau liege beim Kreistag. Er soll darüber in seiner Sitzung am 22. Juni entscheiden. Bereits am 14. Juni wird der mit rund 5,8 Millionen Euro veranschlagte Neubau Thema im Bauausschuss des Kreises sein. Ziel sei, die neue Halle bis Anfang 2018 fertigzustellen. „Das ist ambitioniert, aber machbar“, ist der Landrat optimistisch die selbst gestellte Vorgabe zu erfüllen.

Der Kreis habe sich für einen Neubau als letztendlich wirtschaftlichere Lösung entschieden und damit gegen eine Sanierung nach dem Hochwasser und die fällig werdende energetische Erneuerung der über 35 Jahre alten Halle.

Allerdings wird der Kreis den Neubau aus weitgehend eigener Kraft finanzieren müssen. Für die Sporthalle habe es keine Versicherung gegen ein Naturereignis wie den Starkregen gegeben, bestätigte Kreissprecher Ulrich Lottmann auf Anfrage. Der Landkreis handele beim Verzicht auf diese Versicherung bei seinen Gebäude wegen der hohen Kosten wie das Land Niedersachsen.

Europaweiter Wettbewerb

Auf Grund der Größe des Bauvolumens hat der Landkreis einen europaweiten Architekten-Wettbewerb ausloben müssen. Dafür hatten sich 287 Büros beworben, 25 haben dann am Wettbewerb teilgenommen.

Erste Kreisrätin Christel Wemheuer sagte bei der Präsentation, die Sporthalle sei der erste Neubau des Landkreises Göttingen seit 30 Jahren. Sie sei überrascht, wie kreativ die Lösungen trotz der einzuhaltenden Vorgaben seien. Wemheuer: „Für uns war es ganz wichtig, dass die Halle funktioniert und ihre Nutzer zufrieden sind.“ Deshalb seien Vertreter der Carl-Friedrich-Gauß-Schule in Groß Schneen und der Sportvereine am Prozess beteiligt gewesen.

Platz zwei mit 7000 Euro Preisgeld ging an das Büro „SWSArchitekten“ aus Karlsruhe und Platz drei (5000 Euro) an das Büro „Schaltraum Dahle-Dirumdam-Heise“ aus Hamburg.

Anerkennungen erhielten aus der Region die Büros „Göttinger Architektenwerkstatt“ und „Architekten Brune + Brune“ aus der Uni-Stadt – je 1000 Euro.

Die Ergebnisse können in den kommenden zwei Wochen im Foyer des Kreishauses in Göttingen besichtigt werden. (zhp)

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