Begegnungsstätte

Projekt der Erwachsenenbildung: Gärtnern mit Flüchtlingen in Friedland

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Halfen fleißig mit: Vor allem die Kinder unter den teilnehmenden Geflüchteten hatten schon bei der Präsentation des FriedlandGartens einen Riesenspaß. 

Friedland. Unter dem Motto „ein Garten für alle“ hat der Verein Ländliche Erwachsenenbildung in Südniedersachsen (LEB) das Projekt „FriedlandGarten“ gestartet.

Auf einem 8000 Quadratmeter großen Gelände am Ortsrand von Friedland können Einheimische und Menschen aus der Region künftig zusammen mit Geflüchteten, die im nahen Grenzdurchgangslager leben, gärtnern. Die LEB hat dafür eine Fläche angepachtet, die bisher als Obstgarten genutzt wurde. In den kommenden Monaten sollen dort zusätzlich Beete für Gemüse und Kräuter entstehen, die in Gemeinschaft und auch von Einzelnen bestellt und gepflegt werden können.

„Ziel des Projekts ist es, eine Begegnungsstätte zu schaffen, die interkulturelle Verständigung und Austausch fördert und zugleich sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeiten bietet“, sagt Koordinatorin Heidrun Mitze, die das Projekt zusammen mit Dorothee Pohl betreut und die auch die Idee dazu hatte. „Wir sind davon überzeugt, dass der FriedlandGarten ein idealer Ort dafür ist.“

Umgesetzt werden konnte das zunächst auf drei Jahre ausgelegte Projekt dank der Fördermittel aus dem EU-Programm Leader, der Gemeinde Friedland und des Nothilfefonds des Bistums Hildesheim. „Wertvolle Unterstützung leisten aber auch die Caritasstelle Friedland, die unter den Geflüchteten im Grenzdurchgangslager ebenso für den FriedlandGarten wirbt wie der dortige Sozialdienst der Landesaufnahmebehörde“, betont Heidrun Mitze. Für Motivation und Durchhaltevermögen in der Planungsphase hätten Gespräche mit den Gründern der Internationalen Gärten in Göttingen gesorgt, die aus eigener Erfahrung berichteten, wie gut die gemeinsame Gartenarbeit besonders Menschen in schwierigen Lebenssituationen tut.

„Jetzt bleibt uns nur noch auf eine rege Teilnahme und ein vielfältiges Miteinander im FriedlandGarten zu hoffen“, sagt Mitze. Dass die Idee großen Anklang finden dürfte, zeigte sich schon bei der Präsentation am Freitag, an der mehr als 50 Geflüchtete teilnahmen und ein Großteil von ihnen sofort mit großer Begeisterung Hand anlegte. (per)

Kontakt: Heidrun Mitze, Tel. 0177/3328727, Mail: friedlandgarten@leb.de

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