Selbstverpflichtung: Rassismus hat an Schule in Groß Schneen keine Chance

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Auszeichnung: Landrat Bernhard Reuter, Schulleiter Jens Haepe und Dr. Peter Kaufmann von der Landeskoordinationsstelle freuten sich zusammen mit der Schülervertretung über die Zertifizierung als "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage".

Groß Schneen. Die Carl-Friedrich-Gauß-Oberschule in Groß Schneen trägt ab sofort das Prädikat „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Die Carl-Friedrich-Gauß-Schule ist die 263. Schule in Niedersachsen, die als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zertifiziert wurde. Grundlage war ein Projekt zum Thema „Vorurteile, mit dem sich die Schülervertretung beworben und über das sie im Rahmen der Feierstunde in der voll besetzten Aula den etwa 600 Mitschülern berichteten.

Schule besser machen

„Unser Ziel mit der Bewerbung war es, dass alle Schüler sich Gedanken darüber machen, was Rassismus eigentlich ist“, sagte ein Schülersprecher. „Und wir wollen damit unsere Schule ein Stück besser machen.“ Anschließend erzählten die Jahrgangssprecher ihren Mitschülern, was das Prädikat „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ für sie persönlich bedeutet. „Niemanden auszuschließen und sich gegenseitig zu respektieren“, sagte einer. „Anders sein zu akzeptieren“, meinte eine andere. „Und bei Streit mehr Verständnis zu zeigen“, ein Dritter.

Ich werde mich dafür einsetzen, dass es zu einer zentralen Aufgabe meiner Schule wird, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.

Um als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zertifiziert zu werden, musste die Schülervertretung stellvertretend für alle Mitschüler eine Selbstverpflichtung unterschreiben. Darin heißt es unter anderem: „Wenn an meiner Schule Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen ausgeübt werden, wende ich mich dagegen und setze mich dafür ein, dass wir in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam Wege finden, uns zukünftig zu achten.“

Lob für die Initiative der Schüler gab es von Landrat Bernhard Reuter. „Es ist gar nicht so einfach, diesen Titel zu bekommen“, sagte er. Jetzt, wo man ihn habe, sei es aber gleichzeitig auch eine Verpflichtung.

„Was das Prädikat tatsächlich wert ist, zeigt sich erst im Alltag, wenn Konfliktsituationen auftreten“, sagte Landrat Bernhard Reuter. „Und ich wünsche Euch, dass es gelingt, diesen hohen Anspruch in die Wirklichkeit umzusetzen. (per)

www.schule-ohne-rassismus.org

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