Weihnachtsfeier im Lager Friedland: Geschenke für die Kinder

Feierliche Zeremonie: Der Weihnachtsmann war am Dienstag bei der Feier im Grenzdurchgangslager Friedland dabei. Foto: Schröter

Friedland. Eine stimmungsvolle erste Weihnachtsfeier in ihrer neuen Heimat verlebten am Dienstag mehr als 300 Spätaussiedler und Asylbewerber im Grenzdurchgangslager Friedland.

Aktualisiert
am 10.12.
um 10.15 Uhr

Die Zahl der in dem Lager untergebrachten Menschen ist gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Das liegt vor allem an der Änderung des Zuwanderungsgesetzes im September 2013. Diese hatte dafür gesorgt, dass zwischen Januar und Oktober dieses Jahres rund 5500 Spätaussiedler und damit doppelt so viele wie in den Jahren zuvor nach Deutschland gekommen sind. „Mit rund 700 Spätaussiedlern und Asylbewerbern ist das Grenzdurchgangslager Friedland derzeit gut ausgelastet, aber noch nicht an der Kapazitätsgrenze angelangt“, sagte dessen Leiter Heinrich Hörnschemeyer. Mit den kürzlich aufgestellten Wohncontainern könne man in Friedland jetzt bis zu 900 Menschen aufnehmen.

Pure Not

„Gelebte Willkommenskultur ist für uns eine Herzensangelegenheit“, sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius, der zum zweiten Mal bei einer Weihnachtsfeier im Grenzdurchgangslager zu Gast war. „Es gibt wohl kaum einen geschichtsträchtigeren Ort als diesen, um Menschen willkommen zu heißen“, sagte der Minister. Friedland sei ein „Tor nach Deutschland und ein Tor zu Freiheit und Sicherheit“. Er bedauerte, dass auch heute noch Menschen aus purer Not ihre Heimat hinter sich lassen müssen. Pistorius dankte der Gemeinde Friedland und ihrem Bürgermeister Andreas Friedrichs für ihre Gastfreundschaft sowie allen Menschen, die im Grenzdurchgangslager für eine gelebte Aufnahmekultur sorgen. Den Zuwanderern wünschte er, „dass Sie nach Ihrem Aufenthalt in Friedland eine neue Heimat in Deutschland finden“.

Nachdem Hartmut Koschyk, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, die Spätaussiedler und Asylbewerber ebenfalls willkommen geheißen hatte, wechselte er komplett das Thema. „Mein Dank geht an den Bund und das Land Niedersachsen, hier im Grenzdurchgangslager ein derart eindrucksvolles Museum zu errichten“, sagte er. Er halte es für undenkbar, dass der Bund beim dritten Bauabschnitt seine finanzielle Unterstützung verweigern könne. Im Anschluss an die Begrüßungsreden der Offiziellen sorgte dann der Weihnachtsmann bei den rund 150 Kindern für leuchtende Augen. Nachdem einige von ihnen in beeindrucken gutem Deutsch Gedichte und Lieder vorgetragen hatten, freuten sie sich riesig über die Geschenke, die ihnen der Mann mit dem langen weißen Bart zusammen mit den Gastrednern überreichte. (per)

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