Zahl der Spätaussiedler steigt nach Tief im Jahr 2012

Wieder mehr Aussiedler in Friedland

Erinnerungsfoto mit Präsident: Syrische Flüchtlinge, die im Grenzdurchgangslager Friedland aufgenommen wurden, zeigten sich mit Bundespräsident Joachim Gauck. Foto: Mennecke
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Erinnerungsfoto mit Präsident: Syrische Flüchtlinge, die im Grenzdurchgangslager Friedland aufgenommen wurden, zeigten sich mit Bundespräsident Joachim Gauck.

Friedland. Die Zahl der neu in die Bundesrepublik einreisenden deutschstämmigen Aussiedler ist 2013 nach einem jahrelangen stetigen Rückgang erstmals wieder gestiegen. Bis Mitte Dezember waren im Grenzdurchgangslager  Friedland bei Göttingen in diesem Jahr etwa 2400 Aussiedler eingetroffen. Das sind gut 500 mehr als im Minusrekordjahr 2012.

Grund für die Entwicklung seien vermutlich das im September geänderte Bundesvertriebenengesetz, sagte Lagerleiter Heinrich Hörnschemeyer.

Dadurch werde der Nachzug von Familienangehörigen erleichtert. Ob dies auch in den kommenden Jahren zu einem Anstieg der Aussiedlerzahlen führen werde, sei noch unklar, sagte Hörnschemeyer.

Die meisten Aussiedler kommen nach wie vor aus Russland und Kasachstan nach Deutschland. Nur sehr vereinzelt stammen sie aus anderen Staaten der früheren Sowjetunion.

Seit der Errichtung des Grenzdurchgangslagers 1945 sind mehr als vier Millionen Aussiedler und Flüchtlinge in Friedland aufgenommen worden.

Legendäres Ausstellungsstück: Die Friedensglocke im Grenzdurchgangslager Friedland hat ihren Platz mitten auf dem großen Gelände gefunden. Hier kamen bislang mehr als vier Millionen Aussiedler und Flüchtlinge seit 1945 an.

Um die Kapazität der Einrichtung zu nutzen, werden dort seit einigen Jahren zunehmend auch Asylbewerber untergebracht.

Außerdem ist Friedland die erste Anlaufstation für die meisten der 5000 Kontingentflüchtlinge aus Syrien, die in Deutschland aufgenommen werden. Sie kommen über die Flughäfen Hannover-Langenhagen und Kassel-Calden aus dem Zufluchtsland Libanon in die Bundesrepublik Deutschland.

Am 21. November hatte sich Bundespräsident Joachim Gauck ein Bild über die Aufnahme gemacht. Gauck hatte auch die Grundkurse in Sprache und Staatskunde, die für Flüchtlinge angeboten werden, besucht. (lni/tko)

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