Friedland: Superintendent Selter begrüßte den 55-jährigen Geistlichen

Wiegmann wird neuer Pastor im Lager Friedland

Vor dem evangelischen Pfarramt im Lager Friedland: Torsten-Wilhelm Wiegmann (links) tritt seine neue Stelle am 1. September an. Superintendent Friedrich Selter begrüßte den künftigen Lagerpastor.
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Vor dem evangelischen Pfarramt im Lager Friedland: Torsten-Wilhelm Wiegmann (links) tritt seine neue Stelle am 1. September an. Superintendent Friedrich Selter begrüßte den künftigen Lagerpastor.

Torsten-Wilhelm Wiegmann wechselt zum 1. September als neuer Pastor ins Grenzdurchgangslager Friedland. Außerdem wird er Geschäftsführer der dort tätigen Inneren Mission/Evangelisches Hilfswerk.

Friedland – Der 55-Jährige folgt auf Pastor Thomas Harms, der Ende 2019, als Vorsteher zur Diakonie Christophorus nach Göttingen wechselte.

Wiegmann kümmert sich als Lagerpastor um Neuankömmlinge, vermittelt Orientierung und hält Gottesdienste. Bislang war der 55-jährige Schulpastor am Paul-Gerhardt-Gymnasium in Dassel und Schulbeauftragter der Landeskirche für die Region.

Zuvor hat er über viele Jahre mit Hohnstedt, Edesheim, Vogelbeck sowie Imbshausen-Denkershausen Gemeinden zwischen Northeim und Einbeck betreut.

Göttingens Superintendent Friedrich Selter, der auch Vorsitzender der Inneren Mission ist, freut sich, dass die Pfarrstelle in Friedland nach acht Monaten Vakanz wieder besetzt ist: „Friedland ist für Menschen, die als Spätaussiedler, Migranten oder Flüchtlinge nach Deutschland kommen, ein wichtiger Ort. Oft finden hier die ersten intensiven Begegnungen mit einem Land statt, in dem Freiheit und Gleichberechtigung, sowie Demokratie und Wohlfahrt gewährleistet sind.“

Selter wies darauf hin, dass die Kirche seit 75 Jahren im Lager präsent ist. „Das gibt es in vergleichbaren Einrichtungen so nicht. Aber hier gehört Kirche in Gestalt der Inneren Mission, der alten Bezeichnung für Diakonie, fest dazu.“

Laut Selter wird ein Lagerpastor oft auf Fragen des Glaubens sowie der religiösen Orientierung angesprochen und besucht auch von sich aus die Menschen. „Er ist auch für die Mitarbeitenden des Lagers, der Landesaufnahmebehörde und des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge zuständig. Als Geschäftsführer ist er Dienstherr von 20 Mitarbeitern, die in verschiedenen Beratungsbüros, der Kinderbetreuung, der Vorschule, dem Frauenzentrum, der Einkleidung und im Büro arbeiten. Ein wirklich tolles Team“, lobt der Superintendent die Arbeit in Friedland.

Über seine neue Aufgabe in Friedland sagt Wiegmann: „Gerade hier wird für mich das diakonische Profil sichtbar, das uns als Kirche ausmacht. In der Ortsgemeinde feiern wir miteinander Gottesdienst, in der Schule sind wir als Lernende gemeinsam unterwegs, im Lager Friedland wie in allen Einrichtungen der Diakonie sind wir füreinander da.“

Diese Bereiche zeigen aus Sicht von Wiegmann zusammen, was Kirche ist. „Und nachdem ich schon in der Ortsgemeinde und in der Schule arbeiten durfte, freue ich mich sehr auf die Herausforderung in diesem Arbeitsfeld, wo Feiern, Lernen und Helfen ineinandergreifen.“ (Bernd Schlegel)

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