EU unterstützt das Projekt

Für den neuen Dorftreff: Spanbecker packen selbst an

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Planung am Flipchart: Ortsbürgermeister Klaus-Dieter Stümpel mit Jochen Kirchhelle vom Verein am Flipchart.

Spanbeck. „Es gibt viel zu tun, packen wir es an“, ist die Haltung vieler Bürger in Spanbeck. Beim wöchentlichen Dorftreff haben sie gezeigt, dass sie sich nicht scheuen, damit ernst zu machen: Für die Umgestaltung der Alten Schule zum Treffpunkt haben sie viele Aufgaben verteilt.

Platten aufnehmen, eine Grube ausheben, das sind Arbeiten, die auch Laien schaffen können. Das Aufstellen von Spielgeräten soll eine Fachfirma übernehmen, sind sich die Anwesenden schnell einig. Bei einem Unfall sei man dann auf der sicheren Seite.

Rund 20 Einwohner inklusive Bürgermeister Klaus-Dieter Stümpel sind gekommen, um mitzuhelfen, Spanbeck noch schöner zu machen.

Dafür planen der Verein „Gemeinsam für Spanbeck“ mit der Kirchengemeinde zusätzliche Spielgeräte für die Kleinsten, einen Bouleplatz und die Verschönerung der Gehwege rund um die Alte Schule. Wo das Schuldach leckt, soll es dicht gemacht werden.

Nicht nur die, die da sind, wollen dabei sein. Es gibt etliche mehr, die noch mithelfen wollen. So können die Arbeiten schnell aufgeteilt werden. Auch die erst in diesem Jahr zugezogene Tatjana Gurski íst ins Dorfgemeinschaftshaus gekommen. „Der Ort hat mich gefunden“, sagt sie.

Hilfe von der EU

Finanziert wird das Projekt mit Hilfe der Europäischen Union. 117.000 Euro stehen dafür bereit, dass die Alte Schule inklusive der Sanitäranlagen barrierefrei wird. Weitere 75000 Euro hat das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung für das Außengelände bewilligt.

Ein I-Tüpfelschen setzt Margitta Kolle als Vorsitzende von „Gemeinsam für Spanbeck mit der Vorstellung von Alistair Adam-Hernandez. Auch dem wissenschaftlichen Mitarbeiter der Forschungsgruppe „Ländliche Räume und Dorfentwicklung“ an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) ist das Engagement der Spanbecker aufgefallen. In seiner Doktorarbeit zu Resilienz („Resilience of villeges as systems“) nennt er Spanbeck mit dem nordenglischen Dorf Wooler und Albarracín in Nordspanien als Beispiele für besonders dynamische Dörfer.

Dass es in Spanbeck lebendig zugeht, beweisen die Bürger, als die Arbeiten verteilt sind. Kaum einer geht sofort nach Hause. Jetzt kann der gemütliche Teil beginnen.

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