Zusammenschluss im Herbst 2016

Land spendiert 80 Millionen Euro für Fusion von Göttingen und Osterode

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Ohne Verträge geht es nicht: Landrat Berhard Reuter (links), Kreisrätin Christel Wemheuer und Osterodes Erster Kreisrat Gero Geißlreiter stellten den Fahrplan für die Fusion vor.

Göttingen/Osterode. Zum 1. November 2016 sollen die Landkreis Göttingen und Osterode zum neuen Landkreis Göttingen fusionieren. Das Land unterstützt diese freiwillige Ehe mit einer Entschuldungshilfe von fast 80 Millionen.

Das sind die Ergebnisse der Fusionsverhandlungen der beiden Landkreise mit dem Land Niedersachsen, die Göttingens Landrat Bernhard Reuter und Erster Kreisrat Gero Geißlreiter (Osterode) am Donnerstag in der Ländlichen Heimvolkshochschule Mariaspring bei Bovenden vorstellten.

Reuter betonte ausdrücklich, dass es sich um eine freiwillige Kreisfusion handelt, was einmalig in der Geschichte von Kreisreformen in Deutschland sei. Außerdem wies er auf mehrere Punkte hin, die bei den Verhandlungen mit dem Land erreicht wurden.

• Das Niveau der freiwilligen Leistungen (zum Beispiel Ausgaben für Bibliotheken und Museen) kann in der derzeitigen Höhe (1,5 Prozent des Haushaltsvolumens) bestehen bleiben.

• Die Kreisumlage für die Städte und Gemeinden im Landkreis Göttingen bleibt unverändert auf 50 Punkten. Für die Osteroder Kommunen verringert sich die Umlage sogar. Dort liegt sie derzeit bei 55 Punkten.

• Das Land Niedersachsen will Entwicklungsprojekte, zum Beispiel im Breitbandausbau, im künftigen Landkreis Göttingen fördern. Dazu darf der neue Landkreis fünf Jahre lang jeweils 2,7 Millionen Euro in seinen Haushalt für die Co-Finanzierung einstellen.

Gespräche möglich

Gleichzeitig betonte Landrat Reuter, dass die Tür für Gespräche mit dem Landkreis Northeim weiterhin offen bleibt. Man sei dabei sowohl für Kooperationen als auch für die Fusion offen. Reuter bedauerte ausdrücklich, dass der Landkreis Northeim die Fusionsgespräche abgebrochen habe.

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