Repräsentatives Meinungsbild soll erhoben werden

Fusion: Landkreis lässt Interviews führen

Göttingen. 1500 Einwohner in Stadt und Landkreis Göttingen bekommen in den nächsten Wochen Besuch zum Thema Kreisfusion - von Interviewern, die im Auftrag der Kreisverwaltung Göttingen unterwegs sind.

Bei der repräsentativen Umfrage soll ermittelt werden, wie die Stimmung in der Bevölkerung beim Thema Großkreis ist, der aus den Kreisen Göttingen, Northeim, Osterode und der Stadt Göttingen entstehen könnte.

Dr. Jürgen Leibold von der Universität Göttingen hat den Fragebogen, der 23 Punkte umfasst, entwickelt. Erste Frage ist zum Beispiel, welche Bedeutung der Landkreis auf den Alltag des Befragten hat. Zudem will der Landkreis wissen, welche Vor- und Nachteile durch die Fusion erhofft oder befürchtet werden.

Bis zum 4. Januar werden die fast 50 Interviewer unterwegs sein. Start ist noch in dieser Woche. Die Teilnehmer, die mindestens 16 Jahre alt sind, wurden per Zufallsprinzip computerunterstützt ausgewählt. Leibold rechnet damit, dass nicht alle Ausgesuchten mitmachen werden, schließlich ist die Teilnahme freiwillig.

Er geht von etwa 1000 Teilnehmern aus und dies biete eine Datengrundlage für repräsentative Aussagen, die noch im Januar vorliegen sollen. Die Befragung geht auf ein Beschlusspaket des Landkreises Göttingen zurück. Er hatte unter anderem festgelegt, dass im Vorfeld der Entscheidung eine Befragung stattfinden muss. Im Landkreis Northeim begann eine solche Befragung bereits in der vergangenen Woche.

Unterdessen wird mit Spannung das Ergebnis eines Bürgerentscheids am kommenden Sonntag erwartet. Dann können die Einwohner des Landkreises Osterode darüber bestimmen, ob die Fusionsgespräche mit den Landkreisen Göttingen und Osterode sofort beendet werden. Sollte dies der Fall sein, wäre das Thema Großkreis vom Tisch, räumt Göttingens Landrat Bernhard Reuter (SPD) ein.

Von Bernd Schlegel

Neues Angebot im Internet

Göttingen. Wer sich beim Thema Fusion der Landkreise Göttingen, Northeim und Osterode selbst einbringen will, hat dazu ab sofort im Internet Gelegenheit. Am Dienstag wurde eine neue Mitwirkungs-Plattform freigeschaltet, die sich an eine Einwohner der drei Landkreise richtet. Außerdem steht ab sofort unter dem Namen „Kreisfusion Göttingen“ eine eigene Seite im sozialen Internet-Netzwerk Facebook bereit.

Auf den Internet-Seiten kann man sich über die unterschiedlichen Aspekte zum Thema Kreisfusion informieren. Dabei geht es unter anderem um die Bereiche Bürgernähe, Erreichbarkeit, Leistungsfähigkeit und und Wettbewerbsfähigkeit. Außerdem wird den Nutzern vor Augen geführt, welche finanziellen Vorteile die Kreishochzeit bringen würde. Die Nutzer können in ein Planspiel zur Kreisfusion Einblick nehmen und völlig unkompliziert ihre Meinung zum Thema äußern – anonymisiert oder mit vollem Namen.

Weitere Argumente sammeln

Die Kreisverwaltung erhofft sich, dass durch den Internet-Auftritt neue Argumente in der Diskussion um die Kreisfusion auftauchen. Videobotschaften von Einwohnern sowie Verantwortlichen aus der Kommunalpolitik. Die Seiten wurden vom Regionalverband Südniedersachsen und von der Agentur „oaf Medien“ im Auftrag des Landkreises entwickelt. (bsc)

www.kreis-fusionen.de

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