VHS geht mit 1200 Kursen ins Frühjahr

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Weichen für die Volkshochschule Südniedersachsen gestellt: Marcel Riethig, Bernhard Reuter, Thomas Eberwien, Dagmar Schlappheit-Beck, Rüdiger Rohrig und Manfred Schmidt (von links).

Göttingen. Mit knapp 1200 Angeboten gehen die Volkshochschule der Stadt Göttingen und die Kreisvolkshochschule Südniedersachsen in das neue Frühjahrsprogramm.

Vom 21. Januar an werden die neuen Frühjahrs-Programmhefte zum zweiten Mal nach 2014 in vier Ausgaben für die Stadt und den Altkreis Göttingen sowie den Altkreisen Hann.Münden, Duderstadt und dem noch selbstständigen Landkreis Osterode mit einer Auflage von rund 180 000 Exemplaren an die Haushalte verteilt, kündigte der Geschäftsführer der VHS Göttingen, Thomas Eberwien, an. Er wurde jetzt auch zum Geschäftsführer der KVHS Südniedersachsen bestellt. Er löst Kreisrat Marcel Riethig ab, der das Amt bislang kommissarisch ausgeübt hat.

Das Programm umfasst wieder die bewährten Angebote aus den Bereichen Sprachen, Gesundheit, schulische und berufliche Qualifikationen, Kunst und Kultur, Bildungsurlaube und mehr. „Sprachen und Gesundheit sind der Renner“, sagt VHS-Programmmacher Rüdiger Rohrig. Ein gut angenommenes Angebot aus dem Sprachenbereich sei Theater spielen auf Englisch.

Mit inzwischen über 1000  Teilnehmern aus rund 30 Nationalitäten ist „Deutsch als Fremdsprache“ ein Dauerbrenner. Im Bereich berufliche Qualifikation planen die Volkshochschulen die Fortsetzung des Projektes mit Auszubildenden, die aus Spanien kommen. „Wir wollen rund 20 Auszubildende nach Göttingen holen. Das Interesse aus der regionalen Wirtschaft ist sehr groß.“ Ein Augenmerk wollen die Macher in Zusammenarbeit mit der HAWK Göttingen wieder auf Berufsrückkehrerinnen in naturwissenschaftlichen Fächern legen. Die Vermittlungsquote nach den Maßnahmen sei beachtlich, so Rohrig.

Auch ganz praktische Lebenshilfe gibt es: So beispielsweise mit dem Kurs Radfahren lernen für Erwachsene. Er ist für Menschen gedacht, die bislang noch nie mit dem umweltfreundlichen Verkehrsmittel Kontakt hatten.

Mit rund 100 hauptamtlichen Mitarbeitern, bis zu 750 Dozenten, knapp 1200 Kursangeboten und einem Umsatz von rund acht Millionen Euro soll noch in diesem Jahr eine der größten Volkshochschulen Niedersachsens entstehen. Dafür sollen rückwirkend zum 1. Januar 2015 die Volkshochschule der Stadt Göttingen und die Kreisvolkshochschule Südniedersachsen fusionieren, so der Göttinger Landrat Bernhard Reuter.

Für die hauptamtlichen Mitarbeiter der Stadt-VHS ist mit der bevorstehenden Fusion eine Verbesserung verbunden. Sie hatten nach den Worten von Sozialdezernentin Dr. Dagmar Schlappheit-Beck (SPD) zwei Jahre lang bis Oktober 2014 auf Tariferhöhungen verzichtet. Über einen Haustarifvertrag sei ihre Bezahlung jetzt wieder ähnlich dem Tarifvertrag im Öffentlichen Dienst gestaltet worden. (zhp)

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