Auf Gelände der früheren Uni-Gärtnerei: Neubau für Flüchtlinge und Studenten

Neubau in der Nähe der Uni-Medizin: In die 51 Wohnungen sollen zunächst Flüchtlinge einziehen. Eventuell ist von Anfang an eine Mischnutzung mit Studenten geplant. Später soll das Studentenwerk die Wohnungen vermieten. Foto: Rampfel

Göttingen. Auf dem Grundstück der ehemaligen Universitätsgärtnerei westlich der Nohlstraße in Göttingen startete jetzt der Neubau von vier Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 51 Wohnungen. Zunächst sollen dort Flüchtlinge einziehen.

Wie das kürzlich fertiggestellte Wohngebäude am Hagenweg 6a, werden die Neubauten in Holzmodulbauweise errichtet. Das reduziert nach Angaben der Städtischen Wohnungsbau GmbH, die Bauzeit und damit die Baukosten. Dadurch können die Mieten günstiger sein. Darüber hinaus ist die Verwendung des Baustoffs Holz ökologisch sinnvoll und bietet einen hohen Wohnkomfort.

Vorgefertigte Elemente

Die vorgefertigten Elemente werden vor Ort zu dreigeschossigen Gebäuden zusammengefügt, die durch gemeinsame Treppenhäuser verbunden und erschlossen werden. Es entstehen überwiegend Drei-Zimmer-Wohnungen mit einer Fläche von etwa 70 Quadratmetern. Die Investitionskosten belaufen sich auf insgesamt 9,1 Mio Euro.

Zunächst wird die gesamte Wohnanlage von der Stadt Göttingen angemietet, heißt es in einer Mitteilung. Geplant ist eine Nutzung für Flüchtlinge, eventuell gleich von Beginn an in einer Mischnutzung mit Studierenden.

Für die Nachnutzung der Gebäude ist die Städtische Wohnungsbau GmbH mit dem Studentenwerk Göttingen im Gespräch. Später soll aus den Mehrfamilienhäusern ein Studentenwohnheim werden. „Wir haben bereits von Beginn an das Studentenwerk in unsere Planungen einbezogen und würden uns freuen, mit diesem Bauprojekt zur Versorgung der Studierenden mit universitätsnahem und günstigem Wohnraum beizutragen“, sagt Claudia Leuner-Haverich, Geschäftsführerin der Städtischen Wohnungsbau.

Verkehrskonzept

Um für alle einen möglichst reibungslosen Betrieb der Baustelle zu gewährleisten, wurde mit der Stadt ein Verkehrskonzept erarbeitet. Alle Anwohner wurden darüber schon vor Weihnachten informiert. Die Gutenbergstraße dient als Zufahrt zur Baustelle und über den Plesseweg, der vorübergehend zur Einbahnstraße gemacht wird, erfolgt die Ausfahrt.

Der Beginn der Baumaßnahme startete planmäßig Mitte Januar. „Wenn das Wetter mitspielt, können wir im März mit dem Hochbau beginnen“, sagt Leuner-Haverich. (bsc)

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