Geld für Schulen: Niedersachsen steht in Ländertabelle schlecht da

Niedersachsen unter dem Durchschnitt: Schulen bekommen im Vergleich zu anderen Bundesländern weniger Geld. Foto: dpa

Göttingen. Bremen und Niedersachsen haben 2014 für die Ausbildung eines Schülers im Ländervergleich unterdurchschnittlich viel Geld ausgegeben. Bremen wendete rund 6.500 Euro (2013: 6400 Euro) pro Schüler auf. Noch schlimmer Niedersachsen: Dort waren es nur etwa 6.400 Euro (2013: 6200 Euro) pro Schüler und Jahr, wie jetzt das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.

Bundesweit haben die öffentlichen Haushalte 2014 im Durchschnitt 6.700 Euro (2013: 6500 Euro) für die Ausbildung eines Schülers ausgegeben. Zum Vergleich: 2005 waren es 4900 Euro pro Schüler und Jahr.

Laut Bildungsgipfel 2008 sollten zehn Prozent des Bundesinlandsproduktes für Bildung und Forschung ausgegeben werden. 2013 betrug der Wert „nur“ 9,2 Prozent. 2016 sollen in Deutschland 129 Milliarden Euro als öffentliche Bildungsausgaben fließen – 2013 waren es 117 Milliarden Euro.

Dabei sei allerdings zu beachten, dass sich die Schulstruktur und das Unterrichtsangebot in den Ländern unterscheiden, zum Beispiel in der Ganztagsbetreuung, der Schüler-Lehrer-Relation oder der Besoldungsstruktur, teilt das Amt mit.

Der größte Teil der Ausgaben wurde den Angaben zufolge mit 5.500 Euro pro Schüler im Bundesdurchschnitt für das Personal aufgewendet. Für den Unterhalt der Schulgebäude und Lehrmittel lagen die Ausgaben gerade einmal bei 900 Euro.

Die Ausgaben variierten zwischen den Schularten, wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilte.

Wichtig: Die Ausgaben differieren je nach Schulzweig: An allgemeinbildenden Schulen wurden pro Schüler durchschnittlich 7.400 Euro ausgegeben, an beruflichen Schulen 4.600 Euro.

Die Ausgaben je Schüler an Grundschulen betrugen 5.900 Euro und an Gymnasien 7.800 Euro. (epd/tko)

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