Geldstrafen: Mehr als 400.000 Euro für Vereine in Südniedersachsen

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Der Eingang zum Landgericht und zum Amtsgericht Göttingen: Geldstrafen, die bei Verfahren verhängt wurden, gingen an gemeinnützige Einrichtungen.

Göttingen. Zahlreiche Vereine und Verbände haben im vergangenen Jahr von Geldauflagen nach Prozessen profitiert. Insgesamt wiesen die Gerichte in Südniedersachsen mehr als 404.000 Euro zu.

Das teilte das Landgericht Göttingen am Mittwoch mit. 2015 gingen mit als 260 000 als gemeinnützige Einrichtungen. Im Jahr zuvor waren es mehr als 857 000 Euro.

Folgende Bereiche wurden im vergangenen Jahr unterstützt:

• Einrichtungen der Straffälligen- und Bewährungshilfe: 87.920 Euro (2015: 40.180 Euro);

• Einrichtungen der allgemeinen Jugendhilfe: 12.172 Euro (2015: 25 050 Euro);

• Hilfe für Gesundheitsgeschädigte und Behinderte: 50 050 Euro (2015: 34.940 Euro);

• Hilfe für Suchtgefährdete: 52 310 Euro (2015: 22.440 Euro);

• Allgemeines Sozialwesen: 16 090 Euro (2015: 24 635 Euro);

• Einrichtungen für Verkehrserziehung und Verkehrssicherheit: 6.175 Euro (2015: 2860 Euro);

• Kirchliche Organisationen und andere: 179.963 Euro (2015: 105.968 Euro).

Nach Angaben des Landgerichts handelt es sich bei den Beträgen stets um Geldauflagen, die bei Strafverfahren zugewiesen wurden – und zwar vom Landgericht Göttingen sowie von den Amtsgerichten Duderstadt, Einbeck, Göttingen, Hann. Münden, Herzberg, Northeim und Osterode. Die Zuweisungen haben sich im vergangenen Jahr auf 126 Empfänger verteilt, die zum größten Teil in Südniedersachsen ansässig sind.

Nicht enthalten sind Beträge, die von der Staatsanwaltschaft Göttingen als Geldauflagen in Verfahren festgelegt wurden und die nicht zu den Gerichten kamen.

Außerdem zählen zu den Geldauflagen nicht die Bußgelder, die bei Ordnungswidrigkeitsverfahren verhängt wurden. (bsc)

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