Geocaching mit Müllsammeln: Schatzsuche für die Umwelt

Los geht es: Projektentwickler Manuel Vicente öffnet am Startpunkt in den Schillerwiesen mit einem Zahlencode einen Behälter und findet dortneben den benötigten Utenslien das erste Rätsel. Foto: Schröter

Göttingen. Abfall sammeln und die eigene Stadt sauber halten, kann auch Spaß machen. Das zeigt eine neue Geocaching-Aktion der Göttinger Entsorgungsbetriebe (GEB), bei der die Teilnehmer dazu aufgefordert werden, dem auf ihrem Weg liegenden Müll eine Abfuhr zu erteilen.

„Geocaching ist eine moderne Form der Schnitzeljagd und ein weiterer Baustein zur Sensibilisierung für eine saubere Umwelt“, sagt Maja Heindorf von der GEB. Auf der Cache-Suche würden die Teilnehmer aktiv Verantwortung für die Sauberkeit im öffentlichen Raum übernehmen. „In diesem Sinne reiht sich unser Geocaching-Projekt hervorragend in die existierenden Sauberkeitskampagnen der GEB ein.“

Kniffelige Rätsel lösen

Von drei Startpunkten aus – in der Altstadt, am Kiessee und in den Schillerwiesen – können sich die Spieler ab sofort auf den Weg machen. Über mehrere Stationen gelangen sie zum jeweiligen Cache. Damit eine Station zur nächsten führt, gilt es, Instruktionen korrekt zu befolgen, knifflige Rätsel zu lösen und Hinweise klug zu kombinieren.

Wer die finale Station aufspürt, kann sich in ein Logbuch eintragen. Eifrige Geocacher, die alle drei Caches ausfindig machen, nehmen an einem Gewinnspiel mit attraktiven Preisen teil.

„Auf der spannenden Suche nach Caches wird das Augenmerk ganz nebenbei auf die Sauberkeit im öffentlichen Raum gelenkt“, sagt Manuel Vicente, Geschäftsführer der Agentur Amaretis, die das Konzept für die GEB erarbeitet hat. „Nach dem Prinzip des ,Cache-In-Trash-Out’ werden die Teilnehmer bei Spielstart mit Müllbeuteln und Hygienehandschuhen ausgestattet, sodass sie auf ihrer Suche nach den Caches am Wegesrand liegenden Abfall aufsammeln können.“ Ist ein Cache gefunden, können der gesammelte Müll und die Handschuhe einfach in einem öffentlichen Abfallkorb entsorgt werden.

„Dieses Geocaching-Projekt könnte ein perfekter Ansatz sein, neue Zielgruppen - nämlich die jungen Göttinger und die sehr aktive Geocaching-Community – für noch mehr Sauberkeit ins Boot zu holen“, hofft Maja Heindorf.

Das Geocaching führe außerdem zu Orten, die gerade in der warmen Jahrszeit sehr beliebt seien. Um erst einmal Erfahrungen zu sammeln und zu sehen, ob es überhaupt angenommen wird, ist das Projekt zunächst auf drei Monate befristet. „Danach werden wir entscheiden, ob wir das Geocaching im kommenden Jahr wieder anbieten“, berichtet Heindorf, für die es „ein Traum wäre, wenn sich diese Reihe verselbstständigen würde und die GEB irgendwann nicht mehr als Pate dafür agieren müsste“. Weitere Infos gibt es im Internet. (per)

www.geb-goettingen.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.