Gericht erhöht Strafen für Neonazi-Bandmitglieder

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Göttingen/Herzberg. Zwei wegen Volksverhetzung angeklagte Musiker aus der rechtsextremen Szene sind jetzt vom Landgericht Göttingen auf härtere Richter gestoßen.

Das  Gericht verurteilte den bis vor kurzem in Bad Lauterberg (Kreis Osterode) lebenden 33-jährigen Sänger der Band „Kommando Freisler“ zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt wurde.

Der mitangeklagte 31-jährige Schlagzeuger, der aus dem nordhessischen Melsungen stammt, erhielt fünf Monate Freiheitsstrafe auf Bewährung. Das Gericht gab damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft Göttingen statt, die gegen ein milderes Urteil des Amtsgerichts Herzberg Berufung eingelegt hatte. Dieses hatte in erster Instanz die beiden Mitglieder der Neonazi-Band lediglich zu Geldstrafen verurteilt.

Der 33-jährige Sänger, der früher auch ein Tätowierstudio in Bad Lauterberg betrieben hatte, muss als Bewährungsauflage eine Geldbuße von 1200 Euro zahlen, der Schlagzeuger 600 Euro. Das Gericht ahndete damit ihre Mitwirkung an der CD „Geheime Reichssache“. Auf dieser vermutlich im Herbst 2003 produzierten CD wird in abgewandelten Texten zu Schlager- und Volksliedmelodien Mordhetze gegen Juden betrieben und eine Neuauflage des Holocausts propagiert. (pid)

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