Nur Gewinner beim Historikertag

Veranstalter der Jubiläumsveranstaltung sind mit Verlauf sehr zufrieden

+
Prominenz beim 50. Deutschen Historiker Tag: Ministerpräsident Stefan Weil (Zweiter von rechts) und Bundespräsident Joachim Gauck (Vierter von rechts) waren in der Lokhalle dabei.

Göttingen. Es war der größte geisteswissenschaftliche Kongress Europas: 3500 Teilnehmer trafen sich in Göttingen und diskutierten vergangene Woche in 70 Sektionen drei Tage lang. Die Riesen-Veranstaltung funktionierte, die Organisatoren sind zufrieden.

„Gewinner und Verlierer“ lautete das Motto des 50. Historikertages an der Georg-August-Universität. Geht es nach den Veranstaltern, dem Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) sowie dem Verband der Geschichtslehrer Deutschlands (VGD), dann gab es am Ende des Jubiläums-Kongresses nur Gewinner. „Wir freuen uns sehr, dass der Historikertag von allen Seiten so viel Zuspruch erfahren hat“, resümierte Prof. Dr. Martin Schulze Wessel, VHD-Vorsitzender. „Es war uns eine besondere Ehre, dass Bundespräsident Joachim Gauck die Historikerschaft begrüßte und die Bedeutung der Geschichte und damit auch die der Geschichtswissenschaft für die Gestaltung von Gegenwart und Zukunft hervorgehoben hat.“

Die Georg-August-Universität bot mit dem Zentralen Hörsaalgebäude einen idealen Platz für den Mega-Kongress. An drei aufeinanderfolgenden Tagen besuchten rund 3500 Wissenschaftler, Lehrer, Schüler und viele interessierter Bürger die Veranstaltungen.

Neben Vorträgen zu allen Epochen von der Antike bis zur Zeitgeschichte und methodisch-theoretischen Reflexionen von der Wirtschaftsgeschichte bis hin zur Emotionengeschichte waren auch aktuelle Themen wie der Ukraine-Konflikt und das Schottland-Referendum Themen.

Im Rahmenprogramm konnte die Geschichte Göttingens in von Studierenden vorbereiteten Stadtführungen erkundet werden. „Wir sind den vielen Mitarbeitern der Uni Göttingen, besonders Benjamin Bühring, zu großem Dank verpflichtet“, sagte Prof. Dr. Arnd Reitemeier, Sprecher des Organisationskomitees. Sie hätten stets für eine gute Stimmung gesorgt.

Großbritannien war als Gastland stets präsent. Während der Eröffnung des Historikertages begrüßte der Botschafter des Vereinigten Königreiches, Sir Simon McDonald, die Gäste und betonte die Verbindung zu Uni, Stadt und Land.

Die Royal Historical Society sowie das Deutsche Historische Institut London waren mit eigenen Sektionen im Programm vertreten. Tea and Scones hielt das Studentenwerk als Pausenmahlzeit bereit.

Der Deutsche Historikertag findet alle zwei Jahre statt, der nächste 2016 an der Universität Hamburg. (tko)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.