Gleichen: Haus in Rittmarshausen brennt an zwei Tagen hintereinander

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Feuer im Boden: In dem leer stehenden Gebäude brannte an mehreren Stellen gleichzeitig.

Rittmarshausen. In einem seit Jahren leer stehenden Haus in Gleichen-Rittmarshausen ist am Samstagmittag offenbar Feuer gelegt worden.

Rittmarshausen. In einem seit Jahren leer stehenden Haus in Gleichen-Rittmarshausen ist am Samstagmittag offenbar Feuer gelegt worden. Am Sonntagmorgen brannte es erneut in dem Altbau.

Aktualisiert am 11.01.2015 um 14.50 Uhr

Der erste Brand in der ehemaligen Zuckerfabrik in der Straße "Am Bahnhof" direkt neben dem Rittmarshäuser Feuerwehrhaus wurde am Samstag gegen 12.30 Uhr gemeldet. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte drang dichter schwarzer Rauch auf zwei Gebäudeseiten aus mehreren Fenstern.

Schnell waren unter der Führung von Gleichens Gemeindebrandmeister Heiko Boehlken und seinem Stellvertreter Dirk Otter sechs Ortsfeuerwehren aus Rittmarshausen, Sattenhausen, Wöllmarshausen, Gelliehausen, Kerstlingerode und Beienrode mit 46 Einsatzkräften, davon elf Atemschutzgeräteträger, vor Ort.

Die Feuerwehr brach mit Spitzhacken die verbretterte Eingangstür auf, um in den teilweise einsturzgefährdeten Altbau zu gelangen. Drei Trupps mit schwerem Atemschutz suchten nach Personen und bekämpften den Brand, der schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte. Personen wurden nicht gefunden.

Gebrannt hatte es gleichzeitig an zwei verschiedenen Stellen und auf zwei Etagen: Im Eingangsbereich im Flur standen eine Matratze und Müll in Flammen, im ersten Stock ein Zimmer mit auf dem Boden verstreutem Müll. Deshalb muss von vorsätzlicher Brandlegung ausgegangen werden. Die Göttinger Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Da es sich um ein baufälliges Haus handelt, hält sich der Schaden in Grenzen. Neben der Feuerwehr waren auch vier Sanitäter sowie die Polizei Friedland und Göttingen vor Ort. Der Einsatz am Samstag endete gegen 15 Uhr.

Am Sonntagmorgen waren die Gleichener Feuerwehren erneut gefordert, weil wieder schwarzer Qualm aus den Fenstern drang. Atemschutzgeräteträger löschten den Brand zunächst oberflächlich, mussten dann aber feststellen, dass das Feuer im Fußboden weiter schwelte. Mit Hilfe einer Wärmebildkamera konnten Glutnester im Boden geortet werden, der aus Dielen und einer Unterkonstruktion aus Holz, Stroh und Lehm bestand. Mit Hilfe einer Kettensäge, Äxten und Einreißhaken wurde die Decke geöffnet. Verkohlte Balken wurden freigelegt, Brandschutt durch die Fenster nach außen befördert und abgelöscht. Der Einsatz dauerte bis gegen 13 Uhr.

Ungeklärt war am Sonntagnachmittag, ob sich das Feuer vom Samstag nicht völlig gelöscht war und sich erneut ausbreiten konnte oder ob eine weitere Brandstiftung vorlag. (p)

Brand direkt neben Feuerwehrhaus

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