Fassade der Sporthalle ist neu gestaltet

Jugendprojekt in Diemarden: Riesengraffiti für den Frieden

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Projekt in den Herbstferien: Kreisrat Marcel Riethig (hinten, in der Mitte) und Gleichens Gemeindebürgermeister Manfred Kuhlmann (rechts daneben) mit den Projektteilnehmern vor dem neuen Friedens-Graffiti, das die Fassade der Diemardener Sporthalle schmückt.

Diemarden. Mit einem „Graffiti gegen Menschenfeindlichkeit“ haben Jugendliche aus der Gemeinde Gleichen die Fassade der Sporthalle in Diemarden neu gestaltet.

Was sind eure wichtigsten Werte? Mit dieser Ausgangsfragestellung gingen die 18 Teilnehmer im Alter zwischen acht und 19 Jahren in das mehrwöchige Projekt, das vom TSV Germania Diemarden angestoßen und dann in Kooperation mit dem Kinder- und Jugendbüro Gleichen und dem Modellprojekt „Respekt für Vielfalt“ des Landkreises Göttingen durchgeführt wurde. Anlass waren Farbschmierereien an der Fassade der Sporthalle gewesen, über die anscheinend ein politischer Konflikt unter jungen Menschen um extrem rechte und menschenfeindliche Symbolik ausgetragen wurde.

Im Zuge der Neugestaltung setzten sich die Projektverantwortlichen dann mit den Jugendlichen über Kunst und Politik auseinander. Am Ende einigten sie sich darauf, die Werte Frieden, Freiheit, Sport und Bewegung in dem Graffiti verarbeiten zu wollen. Fünf Tage waren sie damit beschäftigt, die Rückseite der Sporthalle unter Anleitung des Kunstpädagogen Thomas Deisel zu verschönern. Und das Ergebnis kann sich wahrlich sehen lassen.

„Dieses Kunstwerk soll auch ein Sinnbild für Demokratie in unserer Gemeinde sein“, betonte deren Bürgermeister Manfred Kuhlmann, der am Samstag ebenso wie Kreisrat Marcel Riethig an der Einweihungsfeier teilnahm.

„Das gesamte Projekt soll auch helfen, bei Jugendlichen das Bewusstsein zu schärfen, dass man mit Graffiti auch etwas richtig Schönes schaffen kann“, meinte Kuhlmann. Ob die Sporthallenfassade so schön bleibe und nicht wieder von irgendwelchen Chaoten verschandelt werde, könne er natürlich nicht sagen. „Ich hoffe aber, dass wilde Sprüher durch dieses wirklich schöne Motiv davon abgehalten werden“, so der Bürgermeister. Sein Dank ging nicht nur an die Teilnehmer des Projektes, sondern auch an die Initiatoren vom TSV Diemarden sowie an die Förderer von der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göttingen und des Niedersächsischen Landesprogramms nach der Richtlinie Demokratie und Toleranz. Die Partnerschaft für Demokratie wird durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesfamilienministeriums gefördert und vergibt über einen Aktions- und Initiativfonds Gelder an zivilgesellschaftliche Projekte.

Das Modellprojekt „Respekt für Vielfalt“ des Landkreises ist eines von bundesweit zwölf Modellprojekten zur Radikalisierungsprävention im Bereich rechtsextreme Orientierungen und Handlungen, die ebenfalls über das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gefördert werden.

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