Zweiter Anlauf

Kulturverein Rittmarshausen will „Jazz ohne Gleichen“ trotz Pandemie ausrichten

Matthias Heintz steht in einem Garten. Hinter ihm ist das Rittmarshäuser Schloss zu sehen
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Plant das Festival Jazz ohne Gleichen im Garten vor dem Rittmarshäuser Schloss: Matthias Heintz vom örtlichen Kulturverein.

Allen Unwägbarkeiten zum Trotz will der Kulturverein Rittmarshausen das Festival Jazz ohne Gleichen am Samstag und Sonntag, 11. und 12. September ausrichten.

Rittmarshausen - Im vergangenen Jahr fiel die mit knapp 35.000 Euro budgetierte Veranstaltung aufgrund der Pandemie aus. „Die Treue unserer Sponsoren, die von sich aus nach dem Fortgang des Festivals fragten, hat uns Mut gemacht“, sagt Matthias Heintz, der dem 80 Mitglieder starken Verein vorsitzt.

Die Sponsoren tragen den Löwenanteil der Kosten. Etwa 7.000 Euro müssen die Rittmarshäuser mit Eintrittsgelder hereinbekommen. So wagt Heintz mit den 25-köpfigen Organisationsteam einen zweiten Versuch. Sie verkaufen diesmal statt 350 diesmal nur 250 Eintrittskarten, damit Besucher nicht so eng beieinander sitzen.

Die Konzerte finden zudem unter freiem Himmel im Garten vor dem Rittmarshäuser Schloss statt, das Schlossherr Henrik von Görtz zur Verfügung stellt.

Festival startet mit Symposium zu Lebensbedingungen vieler Kunstschaffender

Das Festival beginnt am Samtag um 10 Uhr mit einem Symposium zu den prekären Lebensbedingungen vieler Kunstschaffender, die sich während der Pandemie noch einmal verschlechtert haben. Der Verein will mit Betroffenen, Vertretern von Kulturorganisationen und der Politik Möglichkeiten in den Blick nehmen, die Lage zu verbessern.

Samstagnachmittag gibt es drei Workshops. Der Trompeter Magnus Schriefl und der Bassist, Gambist und Gitarrist Martin Tschoepe begeben sich mit interessierten Kollegen auf eine musikalische Reise.

Erstmals ist eine Masterclass im Angebot

Tom Hansen und Maggie Lange von der Percussion-Combo Afroxé vermitteln Freude an rhythmischen Sounds. Hanna Carlson und Ditmar Wiederhold zeigen Vier- bis Zwölf-Jährigen, das Jazz kinderleicht ist. Erstmals bieten zudem zwei Schweizer Musiker, Pianist Marc Perrenoud und Schlagzeuger Cyril Régamey, eine Masterclass an.

Zum musikalischen Auftakt des Festivals spielt am Samstag um 18 Uhr das Duo Vadim Neselovskyi und Arkady Shilkloper. Es schießt sich um 20 Uhr eine Session mit dialogfreudigen Künstlern an.

Mit einem Alphornsolo eröffnet Shilkloper dann am Sonntag um 12 Uhr das Jazzfest. Stücke des melancholischen Lautenlied-Meisters John Dowland interpretiert das Jazztrio CarlSong gemeinsam mit Trompeter Schriefl um 12.10 Uhr.

Um 13.40 gibt es ein „Jazzperiment“ mit dem Festival-Trio SPM, das von Shilkloper, der Cellistin Susanne Paul und Sabine Mariss (Stimme, Klarinette, Wippakkordeon) gebildet wird.

Um 15.45 Uhr tritt das Festival-Ensemble Colours of Jazz – Pianistin Clara Haberkamp, Saxophonistin Anna-Lena Schabel, Vibraphonist Eduardo Cardinho und Bassis Carlos Bica – auf. Um 17.45 heizt der Haupact, das energiegeladene Schweizer Marc Perrenoud Trio, dem Publikum ein.

Am Sonntag findet den ganzen Tag über ein Markt der Begegnung statt, bei dem sich Kulturvereine, Musikorganisationen und Festivalförderer präsentieren.

Infos zur Online-Kartenbestellung und zum Festival unter kulturverein-rittmarshausen.de. Anmeldungen zu Workshops und Masterclass unter Tel. 0172/9341531 oder per E-Mail unter m.heintz@kulturverein-rittmarshausen.de (Michael Caspar)

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