Sommermärchen mit acht Zwergen

Neufassung von Schneewittchen auf der Waldbühne Bremke

Ende gut: Prinz Alexander (Eike Hoff) hat Schneewittchen (Vanessa Schmidt) durch seinen Kuss gerettet. Es freuen sich die acht Zwerge und der Hofnarr. Foto: Eriksen

Bremke. Nicht sieben, sondern acht Zwerge gibt es im Sommermärchen „Schneewittchen“ auf der idyllisch gelegenen Waldbühne Bremke. Mit diesem interessanten Kunstgriff sorgte Christian Sanders Neufassung des bekannten Märchens für einen von vielen Gags.

Die Wiederholungen, die meist von den entzückenden Zwergen mit ihren gut herausgearbeiteten Charakteren geliefert wurden, erregten bei den großen und kleinen Zuschauern der Premierenvorstellung immer wieder Heiterkeit.

Es gab oft Szenenapplaus. Die Regie von Juliane Schmidt zeigte viele ansprechende und überraschende Einfälle. Die künstlerische Leitung hatte der Autor.

Hofnarr half bei der Suche

Es gab weitere ausschmückende Ergänzungen. Der rettende Prinz, Alexander, sollte eigentlich Katharina heiraten, die egoistische Tochter von Schneewittchens böser Stiefmutter Königin Diana. Der Hofnarr unterhielt nicht nur beim Ball, er war auch Herold, und er half dem Prinzen bei der Suche nach Schneewittchen.

Geschickt wurden die Kinder im Publikum an verschiedenen Stellen direkt angesprochen, und sie antworteten eifrig. Auf Zwischenrufe reagierten die Schauspieler spontan und gut. Das Ensemble besteht aus nicht weniger als 40 Erwachsenen und Kindern, denn fast alle Rollen sind doppelt oder dreifach besetzt. Die Premieren-Darsteller in ihren schönen Kostümen überzeugten alle. Aus Platzgründen muss hier leider auf eine namentliche Erwähnung verzichtet werden.

Teuflisches Gelächter

Mit einer Ausnahme: Rosanne Stiller war einfach eine Wucht. Sie überrumpelte das Publikum mit ihrem teuflischen Gelächter und spielte herausragend die eitle, böse und hinterhältige Königin Diana, die in verschiedenen Verkleidungen versuchte, ihre schöne Stieftochter Schneewittchen umzubringen.

Die hoch gelegene Naturkulisse am Waldesrand bei Bremke ist natürlich schön, hat aber ihre Tücken. Die Stimmen vor allem der jungen Darsteller waren manchmal schwer zu hören, wenn das Rascheln des Windes in den Blättern der umstehenden Bäume sie überdeckten.

Hoch erfreut waren die Vertreter der Waldbühne, als eine Abordnung des Lions Club Göttinger 7 vor der Premiere eine Spende von 3500 Euro überreichte. Das Geld war bei einem Herrenabend mit Rinderwurstverkostung zusammen gekommen, wo die Damen des Clubs bedienten. Emotional wurde es bei der Premiere, als das Leitungs-Team die neue Vorstellung dem am 14. April verstorbenen früheren Vorsitzenden Eberhard Junge widmete.

Weitere Vorstellungen

Gespielt wird bis zum 26. Juni und vom 31. Juli bis 18. September immer sonntags ab 15 Uhr. Die Premiere dauerte mit einer langen Pause gut zwei Stunden. Der Verein sucht laufend Schauspieler, Mitglieder, Sponsoren und ehrenamtliche Helfer.

www.waldbuehne-bremke.de

Neufassung von Schneewittchen auf der Waldbühne Bremke

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