In der City-Runde erläuterte Oberbürgermeister Meyer den Stand der Bauprojekte

Alles neu am Leineufer

Quartier am Leinebogen in der Göttinger Innenstadt: Die Büro- und Geschäftsgebäude sowie die Brücke sind fertig, jetzt werden die Außenarbeiten beendet. Sorgenkind ist die Alte Mühle (rechts), sie ist sanierungsbedürftig. Darum kümmert sich im Moment die Städtische Wohnungsbaugesellschaft, auch, weil die Stadt bisher keinen Investor für einen Gastronomiebetrieb finden konnte. Foto: Kopietz

Göttingen. So steht es um die Bauarbeiten in der Innenstadt: Oberbürgermeister Wolfgang Meyer und Stadtbaurat Thomas Dienberg nahmen am Montagabend in der City-Runde Göttinger Einzelhändler Stellung zu den laufenden Projekten:

Dazu zählen der Hotelneubau, die Fortsetzung der Innenstadtsanierung und das Quartier am Leinebogen.

Innenstadtgestaltung: Mit der Groner Straße hatten im Jahr 2004 die Umbauarbeiten in Göttingen begonnen. Weitere Straßen folgten; zuletzt die Jüdenstraße. In diesem Jahr sind nun die Barfüßerstraße und der zweite Abschnitt der Weender Straße an der Reihe. „Ich weiß, dass das eine große Belastung für alle Anwohner und Bürger ist, aber ich bin mir auch sicher, dass es sich am Ende auszahlt“, sagte Dienberg.

Das EU-Fördergeld für Göttingen ist aufgebraucht, Bedarf an zurückgeflossenen Mitteln anderer Städte wurde beim Land Niedersachsen angemeldet. „Denkbar ist, dass der Beginn der Jüdenstraße oder Bereiche der Roten Straße saniert werden“, sagte Dienberg. Die Sanierungsmaßnahmen haben über zehn Millionen Euro gekostet, davon trug die Stadt etwa die Hälfte.

Leinebogen mit Alter Mühle: Parallel dazu verlaufen am ehemaligen Stadtbadareal am Leinekanal noch letzte Arbeiten am Gebäudekomplex der Delta Bau AG. Für 14 Millionen Euro entstehen dort zwei mehrstöckige Gebäude mit Platz für Einzelhandel, Büros, Praxen und Privatwohnungen. „Zwölf Jahre hat das Gelände zuvor brach gelegen, betonte Oberbürgermeister Meyer. So entstand die 80 000 Euro teure Brücke, die das Areal mit dem Waageplatz verbindet.

Das Leinekanalufer wird zurzeit umgebaut. Für die denkmalgeschützte Alte Mühle muss noch eine Lösung gefunden werden. Zunächst half mangels Investoren die Städtische Wohnungsbaugesellchaft mit einer Bestandsanalyse und Sicherungsmaßnahmen. „Ich könnte mir eine gastronomische Nutzung gut vorstellen mit einer Terrasse über dem Leinekanal.

Ich hoffe, dass ich das noch erleben werde“, sagte Meyer, der aber sicher ist: „Das neue Quartier am Leinebogen wird ein Gewinn für den öffentlichen Bereich. Die ersten Mieter und Firmen sind schon eingezogen.“

Hotelneubau: Die von der Stadt in Auftrag gegebene Hotelmarkt- und Potentialanalyse bescheinigt dem geplanten Hotel am Groner Tor eine exzellente Standortwahl. „Eine nicht so teure Unterkunft im drei-Sterne-Segment, zentral zum Bahnhof und der Autobahn gelegen mit Tagungsräumen ist das, was gebraucht wird“, sagt Claudia Leuner-Haverich, Referatsleiterin des Oberbürgermeisters.

„Auch ein 4-Sterne-Tagungshotel wäre denkbar gewesen, jedoch spricht die Analyse eine andere Sprache.“ So sei ein niedrigeres Preissegment gewünscht. Die Gespräche mit möglichen Investoren beginnen nun. Fotos: Brüßler

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