Kundgebung des rechten Freundeskreises

Göttingen-Besucher: Samstag starke Verkehrsbehinderungen durch Demos

+
Abmarsch unter Polizeischutz: Teilnehmer der NPD-Kundgebung am 10. September 2016 vor dem Bahnhof in Göttingen. Am Samstag werden dort etwa 100 Menschen an der Kundgebung des rechten Freundeskreises teilnehmen.

Göttingen. Die Kundgebung des rechten Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen (FKTN) in einem abgeteilten Areal vor dem Bahnhof von 15 bis 20 Uhr und sieben Gegendemonstrationen (teilweise ab 10 Uhr) werden am Samstag in Göttingen zu massiven Verkehrsbehinderungen führen.

Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg hat am Freitagnachmittag einen Marsch der etwa 100 Rechten durch die Stadt am Samstag abgelehnt. Erwartet werden laut Bündnis gegen Rechts etwa 2000 Gegendemonstranten.

Dabei sein werden nach Erkenntnissen der Polizei auch mehrere hundert „gewaltgeneigte Gegendemonstranten der linksextremen Szene“. Die besondere Herausforderung an die Einsatzkräfte sei es, ein Aufeinandertreffen von Teilnehmern aus dem rechts- und dem linksextremistischen Spektrum zu verhindern, gewalttätige Ausschreitungen unmöglich zu machen und damit auch Gefahren für Unbeteiligte abzuwenden, so Thomas Rath.

Der Leiter der Polizeiinspektion Göttingen rät friedvollen Demonstranten, sich von den Radikalen inhaltlich und räumlich zu distanzieren. „Gegenüber friedlichen Versammlungsteilnehmern werden die Einsatzkräfte kooperativ und versammlungsfreundlich auftreten. Unsere Botschaft an Straftäter und gewaltbereite Störer ist jedoch eindeutig.“

Gegen sie werde die Polizei entschlossen vorgehen und Straftaten unter Ausschöpfung aller rechtlich und taktisch zur Verfügung stehenden Möglichkeiten im Vorfeld konsequent unterbinden und verfolgen.

Es wird am Samstag zu Verkehrsbehinderungen und Sperrungen rund um den Bahnhof kommen. Die Parkplätze/Taxi-Stände vor dem Bahnhof – Ostseite – sind ab dem frühen Morgen nicht nutzbar. Behinderungen gibt es auch auf der Westseite.

Die Polizei will offen über geplante Handlungen informieren, per Lautsprecheransage. Berichtet wird auch auf Twitter und Facebook – ab 9 Uhr unter https://www.facebook.com/polizeidirektion.goettingen sowie mit einem Twitter-Account @Polizei_GOE „folgen“. Ein Bürgertelefon – auch mit Verkehrsinformationen – ist ab 8 Uhr geschaltet: 551/491-4000.

Hier die Demos:

• „Für eine liberale Gesellschaft“ – Bahnhofsvorplatz/Berliner Straße. 10 - 20 Uhr, Teilnehmerzahl etwa 500.

• „Rechtspopulismus und Faschismus weglachen: Kein Platz für Menschenfeinde“ – Groner-Tor-Straße, 10 bis 20 Uhr, Teilnehmer: etwa 500.

• „Für ein Göttingen ohne Nazis“ – Hiroshima-Platz vor dem Amtshaus, 10 - 20 Uhr, 145 Teilnehmer.

• „Politik ist unsere Baustelle“ – Weender Straße/Weender Tor, 11 - 20 Uhr, 75 Teilnehmer und Berliner Straße, 12.30 - 20 Uhr, 75 Teilnehmer.

• „Für ein weltoffenes Göttingen – gegen Fremdenfeindlichkeit, Jochen-Brandi-Platz/Bahnhof-Westseite, 13 bis 18 Uhr, 50 Teilnehmer.

• „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!, ab Wilhelmsplatz bis Platz der Götinger Sieben, 12.30 Uhr bis 14 Uhr, 300 bis 500 Teilnehmer.

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.