Zehn-Zentner-Flieger-Bombe im Baugrund für neue Sportarena

Bombenfund in Göttingen: Spezialisten entschärfen Zehn-Zentner-Blindgänger

Göttingen. Die Unistadt kann aufatmen: Einem Sprengmeister aus Hannover und seinem Team von der Kampfmittelbeseitigung der Polizei ist es gelungen, eine unter dem Schützenplatz gefundene Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg zu entschärfen.

Seit einem Monat hat eine Spezialfirma das Gelände, auf dem die neue Sportarena entstehen soll, nach Blindgängern aus dem Krieg abgesucht. Mehr als 3000 Löcher bohrten die Experten ins Erdreich, mittels Tiefensondierung nahmen sie das Areal unter die Lupe.

Bombenfund in Göttingen

Bombenfund in Göttingen
Bombenfund in Göttingen © HNA/Rampfel
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Bombenfund in Göttingen © HNA/Rampfel
Bombenfund in Göttingen
Bombenfund in Göttingen © HNA/Rampfel
Bombenfund in Göttingen
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Bombenfund in Göttingen
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Bombenfund in Göttingen
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Bombenfund in Göttingen
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Bombenfund in Göttingen
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Bombenfund in Göttingen
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Bombenfund in Göttingen
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Bombenfund in Göttingen
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Bombenfund in Göttingen
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Bombenfund in Göttingen
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Bombenfund in Göttingen
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Bombenfund in Göttingen
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Bombenfund in Göttingen
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Bombenfund in Göttingen
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Bombenfund in Göttingen
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Bombenfund in Göttingen
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Bombenfund in Göttingen
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Bombenfund in Göttingen
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Bombenfund in Göttingen
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Kurz vor dem für Donnerstag geplanten Spatenstich hegten die Spezialisten von der Kampfmittelbeseitigung erstmals einen konkreten Verdacht: Bei einem unbekannten Gegenstand könnte es sich nicht um Metallschrott, sondern um eine Bombe handeln. Am Donnerstagabend dann die Gewissheit: In sechs Meter Tiefe schlummert eine Zehn-Zentner-Bombe amerikanischer Bauart. Der Spatenstich wurde daraufhin abgesagt. Statt dessen liefen umfangreiche Vorbereitungen für die Entschärfung an.

5000 Menschen evakuiert

Mit einer Pumpe legte das Technische Hilfswerk zunächst das mit Grundwasser voll gelaufene Loch trocken. Das Gebiet um den Schützenplatz wurde in einem Umkreis von 1000 Metern evakuiert, etwa 5000 Menschen mussten für mehrere Stunden ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Hunderte, die nicht bei Freunden oder Verwandten unterkommen konnten, wurden in zwei Schulen untergebracht.

Auch der Bahnhof wurde ab 21 Uhr geräumt. Auf der Nord-Süd-Strecke konnten ab 22 Uhr keine Züge mehr verkehren. Bei der Untersuchung der Zehn-Zentner-Bombe zeigte sich, dass diese mit einem Langzeit-Säurezünder versehen war, was die Entschärfung erschwerte.

Dabei kam erstmals im Ernstfall ein neues Wasserstrahlschneidegerät zum Einsatz, das seit Jahresbeginn mehrfach erprobt worden war. Nachdem die Kampfmittelbeseitiger die Bombe vorsichtig aus dem Loch geholt hatten, schnitten sie mit 630 Bar Wasserdruck den Zünder heraus. Und gaben Entwarnung. „Was diese Bombe angeht, hat Göttingen einfach nur Glück gehabt“, sagt Sprengmeister Michael Tillschneider hinterher.

Der Langzeitsäurezünder hätte jederzeit bis zum Sprengstoff durchdringen, die Bombe somit auch jederzeit explodieren können. Und das unter einem Platz, auf dem nicht zuletzt das alljährliche Göttinger Schützenfest stattfindet.

Von Per Schröter

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