Seit einem Jahr neue Linien: Fahrgäste stürmen Stadtbusse in Göttingen

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Ansturm auf den Stadtbus am Morgen: Die Göttinger Verkehrsbetriebe freuen sich über fast sieben Prozent mehr Fahrgäste auf ihren neuen Linien.

Göttingen. Seit knapp einem Jahr fahren die Göttinger Stadtbusse auf neuen Linien. Das neue Netz hat sich bewährt.

• Mehr Fahrgäste: Mit dem neuen Liniennetz werden pro Werktag jetzt deutlich mehr Fahrgäste befördert. Waren es 2014 noch 53 997, so stieg diese Zahl in einem Jahr auf 57 657 an - ein Plus von fast sieben Prozent.

• Viele Studenten: Ein Großteil des Zuwachses macht die zusätzliche Nutzung durch Studenten aus. „Das Bussemesterticket wird super angenommen. Glücklicherweise nicht von allen Studenten zur gleichen Zeit, sonst hätten wir Kapazitätsengpässe“, sagt Betriebsleiter Thomas Zimmermann.

Thomas Zimmermann

• Uni-Linien sind Erfolg: Die Linien 21, 22 und 23 verbinden Uni-Einrichtungen mit dem Zentrum und dem Bahnhof. Das schlägt sich positiv in den Fahrgastzahlen nieder. Im Uni-Nord-Bereich fahren 110 Prozent mehr Fahrgäste - aktuell sind es 4700. Am Klinikum gibt es 3300 Ein- und Aussteiger, ein Plus von 30 Prozent.

• 500 Rückmeldungen: Innerhalb eines Jahres gab es 500 Rückmeldungen zum neuen Liniennetz. Viele Probleme konnten beispielsweise durch zusätzliche Busse zu Spitzenzeiten gelöst werden - zum Beispiel nach Bovenden.

• Beschwerden aus Geismar: In diesem Stadtteil beklagten zahlreiche Anwohner, dass sie keine gute Anbindung mehr haben. Deshalb wurde die Linie 11 zur Grete-Henry-Straße verlängert. Die Linien 11 und 12 haben ohnehin die meisten Fahrgäste im gesamten Stadtgebiet - etwa 20 000 pro Tag - und werden deshalb im Gelenkbussen bedient.

• Verspätungen: Gerade im Berufsverkehr fahren manche Busse massive Verspätungen von zehn oder mehr Minuten ein. Betroffen sind die Geismar Landstraße (Linien 21 und 22) und die Robert-Koch-Straße (Linien 21, 22, 41 und 42). Die Verkehrsbetriebe hoffen, dass die Busse durch neue Ampelschaltungen Vorrang bekommen.

• Baustellen: Immer wieder machen die vielen Baustellen den Göttinger Verkehrsbetrieben zu schaffen. Derzeit wird im Stadtgebiet an sieben Stellen gebuddelt. Zu Verspätungen führen insbesondere die Bauarbeiten auf dem Greitweg (Linien 41 und 42), Maschmühlenweg (Linie 73) und Am Eikborn in Elliehausen (Linien 71 und 72).

• Problem Holtensen: Auf Wunsch des Ortsrates Holtensen und vieler Anwohner endet die Linie 33, die in Richtung Weende/Klinikum fährt, am Holtenser Berg, um die Straße „Auf dem Hagen“ zu entlasten. Problem: Jetzt besuchen zahlreiche Kinder aus Holtensen die neue IGS in Weende und müssen morgens zum Holtenser Berg laufen. Deshalb wird überlegt, die Linie 33 zu Schulzeiten nach Holtensen zu verlängern.

Kontakt:  Göttinger Verkehrsbetriebe, Gustav-Bielefeld-Straße 1, 37079 Göttingen, Tel. 0551/38 44 40.

www.goevb.de

Die Göttinger Verkehrsbetriebe in Zahlen

Wer in der Uni-Stadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein will, kommt an den Bussen der Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) nicht vorbei.

10 Busse haben ein Zählsystem und erfassen ein- und aussteigende Fahrgäste.

27 Buslinien - davon 19 Tag- und acht Nachtlinien - erschließen alle Teile der Stadt.

92 Busse sind derzeit für die GöVB unterwegs.

320 Mitarbeiter sind bei den Verkehrsbetrieben beschäftigt, davon 240 Busfahrer.

500 Haltestellen gibt es in Göttingen, Rosdorf und Bovenden, an denen man in die Stadtbusse

der Verkehrsbetriebe einsteigen kann.

1,3 Millionen Fahrscheine werden jährlich in Göttingen, Bovenden und Rosdorf verkauft.

5 Millionen aller Fahrgäste sind Kinder und Jugendliche, die mit den Stadtbussen zur Schule und wieder nach Hause fahren.

20 Millionen Fahrgäste nutzen jährlich die Göttinger Verkehrsbetriebe - ein Plus von sieben Prozent von 2014 auf 2015.

20 Millionen Euro kostet der Stadtbusverkehr in Göttingen. 13 Millionen Euro davon werden durch den Fahrscheinverkauf eingenommen, der Rest kommt als Zuschuss von der Stadt.

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