Uni Göttingen forscht für den Frieden in Kolumbien

Haben Lateinamerika schon jetzt im Blick: (von links) DAAD-Stipendiaten Diego Tarapués aus Kolumbien, Gustavo Urquizo aus Peru und John Zuluaga aus Kolumbien. Foto: privat

Göttingen. Die Begleitung des Friedensprozesses in Kolumbien haben sich die Wissenschaftler der Universität Göttingen zur Aufgabe gemacht.

So wird sich die Uni am Aufbau des Deutsch-Kolumbianischen Friedensinstituts (DKFI) in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá beteiligen.

Ziel des DKFI sei, nicht nur den Friedensprozess in dem südamerikanischen Staat zu begleiten, sondern auch die friedliche Erneuerung von Staat und Gesellschaft zu unterstützen, teilte Prof. Dr. Kai Ambos von der Juristischen Fakultät und Leiter der Göttinger Forschungsstelle für lateinamerikanisches Straf- und Strafprozessrecht mit.

Von der Arbeit des DKFI versprechen sich die Wissenschaftler unter anderem neue Erkenntnisse in der Friedensforschung und Vergangenheitsbewältigung sowie in Fragen der Konfliktbewältigung und der Gestaltung einer friedlichen Gesellschaft.

Im Rahmen der Forschungen wird die Uni zunächst auf drei Jahre befristet eine Stelle am DKFI in Bogotá einrichten.

Als kolumbianischen Partner konnte die „Allianz der Universitäten für den Frieden“ mit Sitz an der Universidad Nacional de Colombia in Bogotá gewonnen werden.

Darüber hinaus sollen weitere Hochschulen in Regionen, die von bewaffneten Auseinandersetzungen betroffen sind, eingebunden werden. Laut Mitteilung der Universität Göttingen soll das Institut im Mai seine Forschungen aufnehmen.

Mit einem Jahresetat von bis zu 400 000 Euro wird der Aufbau des DKFI über einen Zeitraum von zehn Jahren ab diesem Herbst gefördert. Die Finanzierung erfolgt durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) mit Mitteln des Auswärtigen Amtes.

Die Leitung des Friedensprojektes übernimmt die Universität Gießen, beteiligt sind auch die Freie Universität Berlin und die Hessische Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung. (clv)

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