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Im berühmten Gefangenenchor: HNA-Leser als Statisten in Verdis „Nabucco“ dabei

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Von: Melanie Zimmermann

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Andrea Enk (Zweite von links) und Christian Lehwald (Zweiter von Rechts) gemeinsam mit Kostümbildnerin und Garderobiere Olga Kokosková und zwei weiteren Statisten.
Kurz vor ihrem großen Auftritt: Andrea Enk (Zweite von links) und Christian Lehwald (Zweiter von Rechts) gemeinsam mit Kostümbildnerin und Garderobiere Olga Kokosková und zwei weiteren Statisten. © Melanie Zimmermann

Am Seeburger See wird die berühmte Oper „Nabucco“ von Giuseppe Verdi aufwendig aufgeführt. Mit dabei: Zwei HNA-Leser, die Gewinner einer Verlosung von Statistenrollen.

Göttingen – Als Giuseppe Verdi 1841 die Oper „Nabucco“ komponierte, ahnte er vermutlich nicht, dass der „Gefangenenchor“ auch weit über 100 Jahre später weltweit vielen Menschen ein Begriff sein wird. Die HNA-Leser Christian Lehwald aus Northeim und Andrea Enk aus Kalefeld waren nun sogar ein Teil davon.

Als Gewinner einer Verlosung von Statistenrollen standen sie am Seeburger See im Landkreis Göttingen mit auf der Bühne. Wir haben sie bei ihrem „großen Auftritt“ begleitet.

Glückliche Gewinner von Verlosung: HNA-Leser als Statisten in Giuseppe Verdis „Nabucco“ mit dabei

Los geht der Abend für die beiden Gewinner und ihre Begleitungen kurz nach 19 Uhr. Nachdem sie ihre Eintrittskarten erhalten haben, erklärt ihnen Hans-Rüdiger Dehning, ein Mitarbeiter des Veranstalters, wie der Ablauf für den weiteren Abend geplant ist.

Als Statisten dabei: Die HNA-Leser Andrea Enk aus Kalefeld und Northeimer Christian Lehwald.
Als Statisten dabei: Die HNA-Leser Andrea Enk aus Kalefeld und Northeimer Christian Lehwald. © Melanie Zimmermann

„Ich freue mich und bin gespannt, was uns hier jetzt erwartet“, sagt Andrea Enk. Die Antwort gibt es prompt. Im dritten Akt soll es für die beiden HNA-Leser auf die Bühne gehen: als Mitglieder des berühmten Gefangenenchors. Vor rund 1000 Zuschauen. Bis dahin verfolgen beide den ersten Teil der Oper gemeinsam mit ihren Begleitungen aus dem Publikum heraus.

Gegen 21.15 Uhr geht das Ensemble der Festspieloper Prag in eine 20-minütige Pause. Es wird ernst für Lehwald und Enk. Zum Ende der Pause nimmt Elena Umnuss, ebenfalls Mitarbeiterin des Veranstalters, die beiden Statisten zusammen mit zwei weiteren Gewinnern mit hinter die Bühne in das Garderoben-Zelt.

HNA-Leser stehen als Teil des berühmten Gefangenenchors auf der Bühne am Seeburger See

Während das Ensemble den zweiten Teil eröffnet bleiben Garderobiere und Kostümbildnerin Olga Kokosková nun weniger als 20 Minuten, um die vier Statisten zu Mitgliedern des Gefangenenchors zu machen. „Normalerweise haben wir immer nur drei, jetzt sind es vier Statisten. Aber egal, das bekommen wir auch hin“, begrüßt sie alle lachend.

Auf zwei Kleiderstangen hängen Kostüme. Ein, zwei analysierende Blicke, ein Handgriff und schon hat sie für jeden der vier das passende Kostüm. Lange Gewänder, Perücken, Kopftücher: Im Handumdrehen verwandelt sie die beiden Frauen und die zwei Männer in die Mitglieder des Gefangenenchors. Und die vier haben sichtlich Spaß bei ihrer Verwandlung, lachen, scherzen und schauen sich immer wieder im Spiegel an.

Höhepunkt des Abends: „Va, pensiero“, Verdis berühmtes Lied des Gefangenenchors von Nabucco

Dann, um 21.52 Uhr, ist es soweit: Gemeinsam mit einem der Schauspieler geht es für „Va, pensiero“, das Lied des Gefangenenchors, auf die Bühne. „Das war ein tolles Gefühl, dort oben zu stehen“, erzählt Andrea Enk am nächsten Tag am Telefon. Großen Spaß habe es ihr gemacht. „Das war wirklich etwas ganz Besonderes.“

Der Gefangenenchor von Nabucco.
Eine der berühmtesten Opern-Szenen weltweit: Der Gefangenenchor von Nabucco. © Melanie Zimmermann

Auch Christian Lehwald zeigte sich von seinem kurzen Mitwirken angetan. Eigentlich sollte seine Frau diejenige sein, die die Statistenrolle übernimmt. Am Ende stand er jedoch auf der Bühne. „Es hat mir wirklich gefallen. Eigentlich gilt mein Interesse sonst eher sportlichen Veranstaltungen. Aber im Nachhinein muss ich sagen, es war klasse.“ (Melaie Zimmermann)

Am Seeburger See fanden Ende Mai 2022 auch die Internationalen Händel-Festspiele statt.

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