Göttingen macht sich gegen Todesstrafe stark

Rolf-Georg Köhler

Göttingen. Etwa ein Dutzend Städte aus Niedersachsen sowie Bremen beteiligen sich am weltweiten Aktionstag gegen die Todesstrafe.

Am Mittwoch, 30. November, wollen sie ein Zeichen für eine Justiz setzen, die das Leben schützt, sagte Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) am Freitag.

Außer Göttingen sind in Niedersachsen auch Hameln, Hannover, Hildesheim, Lüneburg, Osnabrück und Seesen der Initiative „Städte für das Leben - Städte gegen die Todesstrafe“ beigetreten.

Die meisten Kommunen entzünden am Aktionstag Lichter. In Hameln wird die Münsterkirche mit grünem Licht angestrahlt.

In Deutschland gehören insgesamt fast 200 Kommunen dem Netzwerk an, weltweit sind es etwa 2000. Die christliche Laienbewegung Sant’Egidio hatte 2002 den 30. November als Aktionstag gewählt, da an diesem Tag im Jahr 1786 das Großherzogtum Toskana als erster Staat der Welt Folter und Todesstrafe für abgeschafft erklärte.

Aktuell wird die Todesstrafe noch in etwa 50 Staaten der Erde vollstreckt. 140 Länder haben sie bereits ganz abgeschafft oder wenden sie nicht mehr an. Andere Länder wiederum überlegen, sie wieder einzuführen, wie in Europa die Türkei. (tko/epd) Foto: nh

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