Unterstützung

1,5 Millionen Euro für die Göttinger Mythosforschung

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Prof. Dr. Annette Zgoll, Altorientalistin an der Universität Göttingen.

Der innovative Ansatz einer Göttinger Forschungsgruppe zu antiken Mythen wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit einer weiteren Förderung bedacht.

Die Strata (Stratifikationsanalysen mythischer Stoffe und Texte in der Antike) an der Universität Göttingen bekommt für ihr Projekt 1,5 Millionen Euro für die abschließenden drei Jahre der Studien. Das teilte die Georg-August-Universität mit.

„Wir haben eine kulturspezifisch und kulturvergleichend anwendbare Methodik erarbeitet, mit der sich erstmals Mythen aus den verschiedensten Kulturräumen vergleichen lassen, von den frühesten Zeugnissen Mesopotamiens über die griechisch-römische Antike bis in die pagane und christliche Spätantike“, erklärt Forschungsgruppen-Sprecherin Prof. Dr. Annette Zgoll vom Seminar für Altorientalistik der Uni Göttingen die erste Projektphase, die ebenfalls gefördert worden war.

Dies habe zu neuen Untersuchungsmethoden und konkreten Rekonstruktionen mythischer Erzählstoffe geführt. „Damit sind manche Mythen überhaupt erst verstehbar geworden“, sagt Zgoll.

In der nun folgenden zweiten Projektphase wollen die Forscher die stoffanalytische Mythosforschung um Vergleiche mythischer Erzählstoffe nicht nur in Texten, sondern auch in Handlungen ausweiten.

Die Gruppe Strata erhofft sich dadurch auch eine Stärkung der transdisziplinären altertumswissenschaftlichen Forschung. Die Projekte aus Altorientalistik, Klassischer Philologie und Digital Humanities sind an der Philosophischen Fakultät und der Fakultät für Mathematik und Informatik der Universität Göttingen angesiedelt. Nach Angaben der Uni tragen International renommierte Wissenschaftler aus Israel, Großbritannien und Deutschland als Assoziierte zur gemeinsamen Arbeit bei, außerdem eine Emmy Noether-Nachwuchsgruppe der Freien Universität Berlin.  ana

Weitere Infos gibt es hier.

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