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1100 Meter lange Menschenkette gegen den Ukraine-Krieg

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Von: Lea-Sophie Mollus

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Ein Zeichen setzen: Schüler und Lehrer des Hainberg-Gymnasiums gingen für eine Mahnwache mit Menschenkette gegen den Ukraine-Krieg auf die Straße.
Ein Zeichen setzen: Schüler und Lehrer des Hainberg-Gymnasiums gingen für eine Mahnwache mit Menschenkette gegen den Ukraine-Krieg auf die Straße. © Lea-Sophie Mollus

Als Höhepunkt des im Zeichen des Ukraine-Krieges stehenden Aktionstages hat das Göttinger Hainberg-Gymnasium (HG) eine Mahnwache mit Menschenkette und Schweigeminute veranstaltet.

Göttingen – Eigentlich war für den heutigen Internationalen Tag gegen Rassismus ein thematischer Projekttag geplant, so Schulleiter Georg Bartelt. „Aber das ist wichtiger“, sagt er und meint damit den Ukraine-Krieg.

In den ersten vier Schulstunden wurde das Thema aufgearbeitet, dann ging es mit blauen und gelben Schnüren, Plakaten und Botschaften, die die Schüler im Unterricht gestaltet hatten, für die Menschenkette auf den Friedländer Weg.

„Manche können gar nicht damit umgehen“

Organisiert wurde das Ganze von einem Team aus drei Personen um Axel Steensen aus der Unesco-Koordination am HG. Bereits seit 1993 gehört das Gymnasium zum weltweiten Schulnetzwerk der Unesco. Der Projekttag sei wichtig, um die Geschehnisse verarbeiten zu können, so Steensen.

Das Thema beschäftige die Schüler unterschiedlich stark: „Manche können gar nicht damit umgehen“, sagt er.

Axel Steensen (von links), Angelika Reese, Georg Bartelt und Mattes Bauer am Hainberg-Gymnasium in Göttingen
Bei der Mahnwache mit Menschenkette gegen den Ukraine-Krieg am Hainberg-Gymnasium (HG) in Göttingen waren auch (von links) Axel Steensen als Teil der Organisatoren, Lehrerin Angelika Reese, Schulleiter Georg Bartelt und Schülersprecher Mattes Bauer dabei. © Lea-Sophie Mollus

Rund 1350 Beteiligte bei der Menschenkette

Entstanden ist eine rund einen Kilometer lange Menschenkette, an der fast alle der 1200 Schüler und 150 Lehrkräfte und Mitarbeiter beteiligt waren. „Alle zusammen gegen den Krieg“, war laut Bartelt die Motivation dahinter. Die Polizei hat bei der offiziell angemeldeten Aktion für Sicherheit gesorgt.

„Beeindruckend“, sagt Schülersprecher Mattes Bauer über die Aktion. Viele Schüler fühlten sich hilflos, da sei dies eine gute Möglichkeit, ein Zeichen zu setzen. Auch die Spendenbereitschaft in der Schülerschaft sei groß, so der 16-Jährige.

Seit vergangener Woche sind unter den Schülern auch zwei Geflüchtete aus der Ukraine, erzählt der Schulleiter. Wie viele folgen und wie die Organisation dann ablaufen werde, sei noch unklar. (Lea-Sophie Mollus)

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