Weiterbildung in Justizvollzugsanstalten

1225 Häftlinge in Niedersachsen machten eine Ausbildung

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Das Hauptgebäude der Justizvollzugsanstalt (JVA) Rosdorf: Auch hier werden Inhaftierte weitergebildet.

Hannover. Etwa 5000 Häftlinge sitzen in Niedersachsens Gefängnisse ein. Etwa ein Viertel von ihnen hat im Schuljahr 2016/17 erfolgreich eine Aus- oder Weiterbildung absolviert: genau 1225.

Wie das Landesjustizministerium am Freitag mitteilte, konnten 47 Hauptschul- und 57 Realschulabschlüsse an Häftlinge vergeben werden. 32 junge Gefangene erlangten einen Förderschulabschluss.

184 Gefangene seien in Elementar- und Förderkursen auf den Besuch einer schulischen Ausbildungsmaßnahme vorbereitet worden, hieß es weiter.

Darüber hinaus hätten 146 ausländische Gefangene im Rahmen von zertifizierten Kursen mit Erfolg die deutsche Sprache erlernt. 86 Abschlüsse wurden an Gefangene in anerkannten Ausbildungsberufen vergeben, hieß es weiter. 142 Häftlinge absolvierten Maßnahmen zur Berufsvorbereitung, 267 Gefangene konnten eine Einstiegsqualifizierung oder eine Helferausbildung abschließen.

Zusätzlich erwarben 138 Gefangene den Europäischen Computerführerschein und 126 Zusatzqualifizierungen wie das Schweißzertifikat und den Gabelstaplerführerschein.

„Unser Ziel ist, dass jeder Gefangene nach seiner Haftentlassung eine Perspektive hat“, sagte Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz (Grüne). „Dazu gehört ganz wesentlich ein Bildungsabschluss, um eine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu haben.“

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