Göttingen: 13 kommende Notfallsanitäter für die Region

Die Ausbildung der DRK-Rettungsdienste in Südniedersachsen hat begonnen

Kreisrätin Marlies Dornieden (rechts) und die beiden Rettungswachenleiter Torsten Dunemann (Zweiter von links) und Mario Rothensee (Vierter von links) mit den 13 neuen Notfallsanitäter-Auszubildenden.
+
Kreisrätin Marlies Dornieden (rechts) und die beiden Rettungswachenleiter Torsten Dunemann (Zweiter von links) und Mario Rothensee (Vierter von links) mit den 13 neuen Notfallsanitäter-Auszubildenden.

Am Dienstag haben 13 junge Menschen aus der Region ihre Ausbildung zum Notfallsanitäter bei den DRK-Rettungsdiensten in Südniedersachsen begonnen.

Göttingen – „Dies ist ein verantwortungsvoller Beruf, der für den Betroffenen in der Regel eine 48-Stunden-Woche bedeutet und bei dem man auch immer mal wieder am Wochenende ran muss“, sagte Mario Rothensee, Rettungswachenleiter aus Duderstadt. „Nicht zuletzt deshalb freuen wir uns über jeden, der sich für diese Ausbildung entscheidet“, so Rothensee, der die Auszubildenden zusammen mit seinem Kollegen Torsten Dunemann (Lenglern) auf dem DRK-Gelände in Göttingen begrüßte und ihnen einen ausführlichen Einblick in das Leben als Notfallsanitäter gab.

Die sieben Frauen und sechs Männer im Alter zwischen 18 und 25 Jahren erwartet jetzt eine dreijährige Ausbildung, die sich in drei Abschnitte gliedert: einen schulischen Teil, der praktischen Erfahrung in den Rettungswachen des DRK sowie einem weiteren Praxisteil, der überwiegend in Krankenhäusern abgehalten wird.

„Unsere eigenen ausgebildeten Notfallsanitäter übernehmen hierbei den praktischen Ausbildungsteil auf unseren Rettungswachen und dienen gleichzeitig als Praxisanleiter“, sagt Rettungswachenleiter Torsten Dunemann. In den externen Bereichen erfolge die praktische Ausbildung durch die Medizinpädagogen in den Krankenhäusern, die auch die Gesundheits- und Krankenpfleger ausbilden.

Die schulische Ausbildung finde hauptsächlich in der Rettungsschule der Stadt Göttingen sowie in der DRK-Rettungsschule in Goslar statt. „Gerade in der heutigen Corona-Zeit, in der sich viele Ausbildungsbetriebe zurückziehen und nicht ausbilden oder nicht mehr ausbilden können, freuen wir uns über die große Anzahl an Ausbildungsplätzen, die wir bieten und auch besetzen konnten“, meinte Mario Rothensee.

„Wir brauchen Sie“, sagte Kreisrätin Marlies Dornieden, Dezernentin für Finanzen, Öffentliche Sicherheit und Ordnung sowie innere Dienste, an die Auszubildenden gerichtet. In Stadt und Landkreis Göttingen habe eine Analyse des Rettungsdienstwesens ergeben, dass immer häufiger die Notrufnummer 112 angewählt werde.

„Sie sind die ersten, die dann vor Ort sind, um Leben zu retten“, betonte Dornieden. Deshalb freue sie sich auch, dass vor einigen Jahren die Ausbildungsanforderungen für den Notfallsanitäter heraufgesetzt wurden, „um Ihnen das bestmögliche Handwerkzeug mitzugeben“.

„Eigentlich war meine Entscheidung für diesen Beruf eher aus der Not geboren, weil ich nach dem Schulabschluss nicht wusste, was ich tun sollte“, erzählt Nico Renz aus Hann. Münden. Weil ein Freund ihm dann den Tipp gegeben habe, es einmal beim DRK zu versuchen, habe der 22-Jährige sich dort zum Rettungssanitäter schulen lassen und ganz schnell gemerkt, „dass das genau mein Ding ist“.

„Jetzt mache ich die Ausbildung zum Notfallsanitäter, weil man das einfach mehr Verantwortung trägt“, so Renz. Die Corona-Pandemie habe ihn bei seiner Entscheidung nicht beeinflusst. „Ich helfe Menschen gerne und freue mich, dass dann künftig jeden Tag auch beruflich tun zu können“, sagt er. (Per Schröter)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.