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150 zusätzliche Fahrradparkplätze am Bahnhof in Göttingen

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Von: Bernd Schlegel

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Fahrräder können in der neuen Anlage auf der Westseite des Göttinger Bahnhofs doppelstöckig geparkt werden. Das demonstrierten Baudezernent Frithjof Look (links) und Carolin Hoffrogge vom Referat für Nachhaltigkeit der Stadt Göttingen sowie Marco Ladenthin (2.v.l.) und Uwe Seel von der Deutschen Bahn.
Fahrräder können in der neuen Anlage auf der Westseite des Göttinger Bahnhofs doppelstöckig geparkt werden. Das demonstrierten Baudezernent Frithjof Look (links) und Carolin Hoffrogge vom Referat für Nachhaltigkeit der Stadt Göttingen sowie Marco Ladenthin (2.v.l.) und Uwe Seel von der Deutschen Bahn. © Bernd Schlegel

Auf der Westseite des Göttinger Bahnhofs stehen ab sofort 300 überdachte Fahrradparkplätze zur Verfügung – 150 mehr als bislang.

Göttingen – Viele Bahnkunden legen mit dem Fahrrad die letzten Kilometer zwischen der Station und ihrer Wohnung oder ihrer Arbeitsstelle zurück. Deshalb wurden jetzt 150 zusätzliche und überdachte Fahrradparkplätze an der Westseite des Göttinger Bahnhofs eingerichtet. In der Nähe des Ausgangs zur Lokhalle stehen damit insgesamt 300 Stellplätze zur Verfügung.

Die alte Anlage am Jochen-Brandi-Platz war etwa 30 Jahre alt und sanierungsbedürftig. Sie wurde abgerissen. Mitte Juni hatten die Bauarbeiten für das Projekt, das 316 000 Euro kostet, begonnen. Die Stadt Göttingen wird dabei mit 178 000 Euro aus dem Programm „Klimaschutzprojekte im kommunalen Umfeld – Kommunalrichtlinie“ gefördert.

Die Fahrradparkplätze sind fünf Reihen angeordnet – jeweils mit Überdachung aus Verbundsicherheitsglas. Die Anlage ist zudem bei Dunkelheit beleuchtet. Allerdings stehen an dieser Stelle keine abschließbaren Boxen für die Fahrräder zur Verfügung. Unterstützung bekam die Stadt Göttingen zudem von der Deutschen Bahn AG. Dort läuft seit einiger Zeit eine Bike-and-Ride-Offensive. So können Kommunen beim Bau neuer Radabstellanlagen auf Rahmenvereinbarungen der Bahn zurückgreifen. Eigene Ausschreibungen können so entfallen. In Göttingen steht die neue Anlage übrigens auf einem Gelände der Deutschen Bahn.

Göttingens Baudezernent Frithjof Look lobte das Projekt. „Wir bieten nun auch Radfahrern aus den westlichen Stadtteilen eine attraktive Parkmöglichkeit für ihre Räder am Bahnhof.“ Außerdem sei das Projekt wichtig im Sinne der Förderung einer klimafreundlichen Mobilität.

Uwe Seel vom Bahnhofsmanagement Braunschweig/Göttingen ergänzt: „Wer Bahn und Fahrrad kombiniert, ist besonders umweltfreundlich unterwegs.“ Deshalb unterstütze die Bahn das klimaschonende Zusammenspiel der beiden Verkehrsmittel, so der Mitarbeiter des Bahnhofsmanagements.

Die neue Anlage ergänzt die bestehenden Abstellmöglichkeiten. Dazu gehört unter anderem das Fahrradparkhaus am Zentralen Omnibusbahnhof mit 700 Stellplätzen. Dort können übrigens auch Akkus für E-Fahrräder in Schließfächern geladen werden. Auf der Ostseite des Bahnhofs stehen zudem etwa 1600 weitere, unbedachte Stellplätze zur Verfügung.

Marco Ladenthin, der bei der Deutschen Bahn für das Projekt „Bike and Bahn“ zuständig ist, machte bei der Eröffnung der Anlage in Göttingen deutlich, dass auch andere Kommunen von der Offensive profitieren können. Das Eisenbahnunternehmen hilft unter anderem dabei, geeignete Standorte an den Bahnhöfen zu finden und stellt auch eigene Flächen mietfrei zur Verfügung. Außerdem gibt es Unterstützung bei der Planung und Montage. Zurzeit arbeitet die Deutsche Bahn gemeinsam mit Kommunen bundesweit an mehr als 600 Projekten in diesem Bereich. Rund 50 000 neue Stellplätze sind aktuell in Planung. Weitere Informationen gibt es hier. (Bernd Schlegel)

Im Juni hatte die Bauarbeiten für das Projekt begonnen.

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