Dankbar für Zuspruch

Veranstalter zufrieden: 17.500 Besucher beim Göttinger Literaturherbst

Der Stadtbus der GöVB parkt auf dem Göttinger Marktplatz. Darin die schreibende Berliner Busfahrerin Susanne Schmidt.
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Auch das gab es noch nie beim Literaturherbst: Eine Lesung im Stadbus, mit der schreibenden Berliner Busfahrerin Susanne Schmidt. Der Bus der GöVB parkte auf dem Marktplatz.

Völlig unklar war im Vorfeld, wie der Göttinger Literaturherbst beim Publikum in Corona-Zeiten ankommt. Wie sich jetzt herausstellt: gut.

Göttingen – Es war wie ein Flug in eine Nebelbank für die Verantwortlichen des Göttinger Literaturherbstes. Die 30. Auflage ist inmitten der nächsten auflaufenden Pandemiewelle über die Bühnen gegangen – es folgt nun noch der Digestiv mit Frank Schätzing sowie Wolfgang Niedecken am Sonntag, 21. November. Die Bilanz fällt jedenfalls überaus positiv aus:

Mit 17.500 Gästen bei Präsenzveranstaltungen kratzte man an der Rekordmarke aus Vorpandemie-Zeiten. Die Auslastung bei den 56 Veranstaltungen betrug 97 Prozent. Zu berücksichtigen ist aber, dass das Programm weniger Veranstaltungen behinhaltete, insgesamt rund ein Drittel weniger Karten für den Verkauf zur Verfügung standen.

Geschäftsführer Herberhold hat ein glanzvolles Finale erlebt

Geschäftsführer Johannes Peter Herberhold jedenfalls stand am Montag noch ganz unter dem Eindruck eines glanzvollen Finales mit Benno Fürmann und dem Moka Efti Orchestra („So etwas hat es in dieser Form zuvor beim Literaturherbst noch nicht gegeben.“), Dietmar Wischmeyer in der Sartorius-Sheddachhalle und der Preis-Show im wunderbar ausgeleuchteten Sartorius-Hauptquartier mit Vergabe von NDR-Sachbuchpreis und Sartorius Life-ScienceXplained-Preis.

„Diese Feier in einem großartigen Rahmen, den der NDR und Sartorius geschaffen haben, wertet unser Festival noch einmal auf“, sagte Herberhold gegenüber unserer Zeitung. Er ist begeistert über den reibungslosen Ablauf und vor allem darüber, dass so viele Menschen, gekommen sind, wo doch bekannt war, dass Besucher bei anderen Kulturveranstaltungen pandemiebedingt durchaus noch zurückhaltend sind.

Herberhold drückt seinen Dank wie folgt aus: „Der Enthusiasmus, mit dem die Besucherinnen auf unser Angebot reagiert haben, ist das größte Geschenk, das wir uns zum 30. Literaturherbst wünschen konnten.“ Er dankte dem treuen und engagierten Publikum sowie allen Partnern und Förderern für die Unterstützung.

Göttinger Literaturherbst: Die Stars gaben sich die Klinke in die Hand

Einige der Stars beim größten Literaturfestival Niedersachsens waren Robert Seethaler, Axel Hacke, Mai Thi Nguyen-Kim, Eva Menasse, Andrea Sawatzki, Johathan Franzen und Heinz Strunk. Johannes Peter Herberhold hatte am Ende zwei Top-Favoriten: Edgar Selge, der in Hann. Münden auftrat, und Benno Fürmann mit dem Moka Efti Orchestra in Einbeck. Herausragend seien auch die brandaktuellen Vorträge in der von den Max-Planck-Instituten organisierten Reihe Wissenschaft gewesen, so die Auftritte von Politökonomin Maja Göpel vor 560 Besuchern und Klimaforscherin Friederike Otto.

Ein Erlebnis seien aber auch die hinzugekommenen Spielstätten wie die frisch renovierte St.Johannis-Kirche und die laut Herberhold „sensationelle“ nagelneue Sheddachhalle im Sartorius-Quartier. Sie heben das Festival auch auf ein neues Zuschauerniveau mit jeweils 700 Plätzen pro Veranstaltung dort.

Stark verkauft wurde auch das Online-Ticket „On Air“, das weiterhin für 22 Euro unter www.literaturherbst.com erworben werden kann und das Abrufen fast aller Veranstaltungen noch bis Ende November garantiert. Studierende der Uni und PFH in Göttingen haben über das Kulturticket freien Zugang. (Thomas Kopietz)

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