Körperverletzung und Widerstand

20-jähriger ICE-Passagier spuckte Beamten in Göttingen ins Auge

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Ein ICE fährt in den Göttinger Bahnhof ein. Hier bespuckte ein Mann Bundespolizisten.

Ein 20-jähriger Bahnpassagier hat am Samstagvormittag in Göttingen einem Beamten der Bundespolizei ins Auge gespuckt.

Göttingen - Wie die Polizei am Montag mitteilte, war der junge Mann aus Magdeburg ohne Fahrschein in einem ICE unterwegs. Der Mitteilung zufolge hatte er 1,94 Promille Alkohol im Blut und saß schlafend mit aufgesetzten Kopfhörern auf seinem Platz, als in Göttingen die Bundespolizei eingriff. Den Beamten gelang es nur mühsam, den 20-Jährigen zu wecken. Er sei sofort aggressiv geworden und sei deshalb gefesselt mit zur Wache genommen worden.

Dabei leistete der polizeibekannte Magdeburger, der im Januar aus einer zweijährigen Jugendhaftstrafe entlassen worden war, offenbar erheblichen Widerstand. Er bedachte die Beamten laut schreiend mit „allen erdenklichen Obszönitäten“, wie es in der Polizeimitteilung heißt. Zudem spuckte er fortwährend auf den Boden und schließlich einem der Beamten ins Auge.

Daraufhin kam der junge Mann auf richterliche Anordnung in Gewahrsam. Zunächst beruhigte er sich nicht. Die Zelle habe er mit „Schleim, Blut und Nasensekret“ verunreinigt, so die Polizei. Trotz seiner Fesselung beschädigte er die Zellentür, wollte beißen und bespuckte erneut die Beamten.

Wie die Polizei weiter mitteilte, hatte sich der 20-Jährige nach etwa drei Stunden beruhigt und war etwas ausgenüchtert. Er habe weder gewusst, wo er sich befand, noch was passiert war. Ein Drogentest verlief negativ.

Es wurden Strafanzeigen wegen Körperverletzung, Widerstands, Beleidigung, Sachbeschädigung und Leistungserschleichung eingeleitet. Danach konnte der Magdeburger gehen.

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