2015 besonders viele Grippe-Kranke - Barmer veröffentlicht Zahlen

Besonders viele Erkrankungen: Die Grippe hat im vergangenen Jahr in Niedersachsen stark zugeschlagen. Foto: dpa

Göttingen / Hannover. Die Grippe – im Fachjargon Influenza genannt – hat im vergangenen Jahr in Niedersachsen stark zugeschlagen. Laut einer Mitteilung wurden bei der Barmer GEK landesweit bis zum Jahresende 3682 Grippeerkrankungen gezählt. 2014 waren es nur 278 Fälle.

„Die meisten Patienten verfügten über keinen aktuellen Impfschutz“, so Michael Erdmann, Pressesprecher der Barmer GEK in Niedersachen. 2015 gab es mit 797 Grippeerkrankten, die bei der Krankenkasse Barmer versichert sind, in der Region Hannover die meisten Betroffenen. Aber auch im Kreis Göttingen war die Zahl mit 184 Erkrankten dreistellig.

Letztlich helfe nur eine Grippeschutzimpfung, heißt es in der Mitteilung. Eine aktuelle Studie des Robert-Koch-Instituts belege, dass bei der saisonalen Influenza-Grippe eine erschreckend große Impflücke von etwa 65 bis 70 Prozent klaffe. Besonders feucht-kalte Wintertage, wie sie von Januar bis März häufig auftreten, begünstigen die Ausbreitung der Viren. „Den meisten Menschen ist nicht bewusst, dass die Grippe jedes Jahr in Deutschland etwa 8000 bis 11.000 Todesfälle fordert“, sagt Pressesprecher Erdmann.

Insbesondere Kinder, Jugendliche, Schwangere und ältere Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sollten sich gegen die Influenza-Grippe impfen lassen. Auch Menschen, die häufig Publikumsverkehr haben, sollten über eine Impfung nachdenken.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Impfung ihrer Versicherten. Ein ausreichender Schutz gegen Ansteckung besteht erst etwa zwei bis vier Wochen nach der Impfung. Dafür hält der Impfschutz gut ein halbes Jahr.

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