Leinekanalfahrt Stadtsportbund 

250 Gäste bei Kanufahrt auf dem Leinekanal in Göttingen : Einblicke in die grüne City 

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Verwunschene Ecken: Auf dem Leinekanal in Göttingen führt die Fahrt vorbei an kleinen Paradiesen, die sich Fußgängern oder Radfahrern so nicht erschließen. Der Stadtsportbund Göttingen veranstaltet die Leinekanalfahrten einmal pro Jahr.  

Göttingen. Riesig ist der Andrang auf die Tickets für die einmalige Leinekanalfahrt des Stadtsportbunds Göttingen. Am Wochenende ging es wieder per Boot durch die City.

Nass, aber glücklich gingen die Kanufahrer nach knapp anderthalb Stunden wieder an Land. Zum sechsten Mal hat der Stadtsportbund (SSB) Göttingen am Samstag und Sonntag die Kanufahrt auf dem Leinekanal, mitten durch die Innenstadt geboten.

Vier Vereine und 60 ehrenamtliche Helfer haben mit angefasst, um 250 Gäste aufs Wasser zu bringen und ihnen einmalige Einblicke zu gewähren.

Faltbootfahrer

Hochbetrieb herrscht zunächst auf dem Gelände der Göttinger Faltbootfahrer (VGF) in der Nähe des Kiessees. Wem es gelungen ist, sich einen der begehrten Plätze für die Kanutour zu reservieren, der erhält ein Eintrittsbändchen.

Eine weitere wichtige Voraussetzung ist, dass genug Wasser durch den Kanal fließt. Dazu muss das Wasser aufgestaut werden, erklärt Hans-Jürgen Mack vom SSB. Doch viel Wasser bedeute auch wenig Platz unter so mancher der vielen Brücken. Für Besorgte hat Mack das Gegenmittel: An schwierigen Stellen würden Streckenposten der Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) helfen, sagt er vorab.

Vereinte Kräfte

Mit den Göttinger Lebensrettern und der Vereinigung Göttinger Faltbootfahrer sind der der Göttinger Paddler-Club (GPC) und die Turn- und Wassersportvereinigung von 1861 (TWG 1861) im wahrsten Sinne des Wortes mit im Boot.

Die Kanutour durch die Innenstadt funktioniert nur mit vereinten Kräften. Nicht nur die Boote müssen nach jeder Tour vom Endpunkt an der Sparkassen-Arena per Transporter zurück zum Start gebracht werden.

Schwimmwesten und Helme sind für alle Pflicht, jeder Fahrer bekommt sie von den Helfern. Die Mitfahrer der zweiten Tour müssen auf diese Ausstattung warten. Wegen eines Autos, das im Weg steht, kann der Transporter nicht wenden.

Tour-Guide

Dann ist es so weit, fix sind die Plätze in den Kajaks und Kanadiern verteilt. Dabei ist als Steuermann ein Tour-Guide. Martin Woetzel ist Ansager in einem Dreier. Als Schlusslicht muss er aufpassen, dass keiner zurückbleibt. Vorausschauend warnt er vor Gefahren. Wenn es eng wird unter einer Brücke, müssen sich alle auf den Bootsboden setzen, in so manchem kleinen Schwall wird wohl keiner trocken bleiben. Kaum zu glauben, dass der Weg durch die Göttinger Innenstadt durch dichtes Grün führt.

Göttingen ganz anders

Im Boot dabei ist auch ein Göttinger: Er hat die Stadt noch nie aus diesem Blickwinkel gesehen. Ein Abenteuer bietet ein umgestürzter Baum. Doch eine Kanutin ist ins Wasser gestiegen und drückt den Stamm so tief ins Wasser, dass die Nachkommenden Boote mit Schwung hinüberrutschen können.

Tunnel unter Kreuzung

Kurz vor Schluss kommt ein schier unendlich langer Tunnel. Damit sich niemand zu sehr fürchtet, ist dieser Weg künstlich beleuchtet. Der Tunnel führt unter der Kreuzung Berliner Straße/Godehardstraße hindurch. Kaum zu glauben!

Ausstieg an S-Arena

Aussteigen heißt es schließlich an der S-Arena. Für die Boote steht besagter Transporter bereit, auf die Passagiere wartet ein Bus: Es wurde an alles gedacht. Mit Plastikfolie auf den Sitzen ist auch für die Nassgewordenen Platz.

Wer im 2018 dabei sein will, muss aufpassen. Die Karten für die diesjährige Tour waren am Verkaufstag nach 27 Minuten weg gewesen, weiß der Tour-Guide Stefan Riemer. (zul)

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