27-jähriger wegen schwerer Brandstiftung in Göttingen vor Gericht

Göttingen. Ein 27-jähriger Mann aus Göttingen muss sich seit Donnerstag wegen versuchter schwerer Brandstiftung und Sachbeschädigung vor dem Landgericht Göttingen verantworten.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, im August 2015 in seiner Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Göttingen einen Papierstapel in Brand gesetzt zu haben. Anschließend habe er die Wohnung verlassen und im Treppenhaus einen Wäscheständer samt Bekleidung angezündet. Nur aufgrund glücklicher Umstände habe die Berufsfeuerwehr frühzeitig den glimmenden Papierstapel entdeckt und ein Ausbreiten des Feuers verhindern können.

Die Polizei hatte den 27-Jährigen noch am selben Tag festgenommen. Er ist seitdem im Maßregelvollzugszentrum in Moringen untergebracht. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er zur Tatzeit schuldunfähig war. Sie strebt eine dauerhafte Unterbringung in der Psychiatrie an, da der Beschuldigte aufgrund seiner krankhaften seelischen Störung eine Gefahr für die Allgemeinheit darstelle.

Der 27-Jährige gab zu Beginn des Prozesses an, dass er sich an den Vorfall nicht erinnern könne. Er sei erst wieder auf dem Weg zu einem Kiosk zu sich gekommen, wo er sich etwas zu trinken gekauft habe. Bei seiner Rückkehr klebte an seiner Wohnungstür ein Zettel, dass er sich bei der Polizei melden sollte. Wenig später wurde er festgenommen.

Nach eigenen Angaben hatte der 27-Jährige in der Nacht zuvor nicht geschlafen, weil er eine „Unmenge von Drogen“ genommen habe. Mit den Drogen habe er versucht, seine psychischen Probleme zu bekämpfen. Er habe Angst, unter Menschen zu gehen, und diese Angst sei immer größer geworden.

Der Prozess wird Mitte Februar fortgesetzt.

Rubriklistenbild: © Symbolbild: Schlegel

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