Prozessauftakt vor dem Landgericht

29-Jähriger steht vor Gericht - er soll eine Frau in Göttingen vergewaltigt haben

Der Eingang zum Landgericht Göttingen im Herbst: Dort muss sich der 29-Jährige verantworten.
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Der Eingang zum Landgericht Göttingen: Dort muss sich der 29-Jährige verantworten.

Wegen Vergewaltigung und weiterer Gewaltdelikte muss sich ein 29-jähriger Angeklagter aus Göttingen vor dem Landgericht Göttingen verantworten.

Göttingen - Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann auch vor, im September 2019 eine Frau in ihrer Wohnung in Göttingen vergewaltigt und misshandelt zu haben. Außerdem soll er im Januar 2020 einen Mitbewohner in einem Wohnkomplex in Göttingen mit einem Küchenmesser verletzt und mit dem Tod bedroht haben. Damit habe er sich unter anderem der Vergewaltigung, der gefährlichen Körperverletzung sowie der Nötigung und Bedrohung schuldig gemacht.

Laut Anklage soll der 29-Jährige bei der ersten Tat vor rund zwei Jahren die Frau an ihrem Wohnhaus abgepasst und in ihre Wohnung begleitet haben. Dort habe er sein Interesse an einer Beziehung bekundet, was diese jedoch abgelehnt habe. Der Angeklagte habe daraufhin versucht, sie körperlich zu berühren. Als sie ihn zurückwies, habe er ihr mit der Faust und mit der flachen Hand ins Gesicht und gegen den Kopf geschlagen und sie anschließend vergewaltigt. Danach habe er sie erneut geschlagen, ein Messer aus der Küche geholt und gedroht, sie damit abzustechen.

Als es der Frau gelang, die Wohnungstür zu öffnen und um Hilfe zu rufen, habe er sie an den Haaren zurückgerissen und zu Boden geworfen.

Einige Tage nach diesem Vorfall war gegen den Angeklagten ein Haftbefehl erlassen worden. Anfang Oktober 2019 wurde er in seiner Wohnung festgenommen und kam in Untersuchungshaft. Nachdem er rund zwei Wochen im Gefängnis gesessen hatte, wurde der Haftbefehl gegen Meldeauflagen außer Vollzug gesetzt.

Knapp drei Monate später soll es zu einem weiteren Gewaltdelikt gekommen sein, diesmal in der Wohnung des Angeklagten. Der 29-Jährige soll laut Anklage im Verlauf eines Streits mit einem Küchenmesser mit einer 19 Zentimeter langen Klinge auf seinen Mitbewohner losgegangen sein. Er habe diesem gegen den Rücken geschlagen und ihn mit den Worten bedroht: „Ich mach‘ dich tot“. Der Mitbewohner habe Schnittverletzungen erlitten und längere Zeit Rückenschmerzen gehabt.

Der Prozess wird in dieser Woche fortgesetzt. Das Gericht hat zunächst Verhandlungstermine bis Dezember angesetzt. (Heidi Niemann)

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