Neue Regelung

2G-Regel: In den Göttinger Uni-Mensen dürfen nur noch Geimpfte oder Genesene essen

Lange Schlange vor der Zentralmensa: Dort gilt ab sofort die 2G-Regel. Besucher müssen genesen und getestet sein, um dort essen zu dürfen.
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Lange Schlange vor der Zentralmensa: Dort gilt ab sofort die 2G-Regel. Besucher müssen genesen und getestet sein, um dort essen zu dürfen.

Ab sofort dürfen Gäste die Göttinger Mensen nur noch betreten, wenn sie genesen oder vollständig geimpft sind (2G-Regel). Das teilt das Studentenwerk mit.

Göttingen – Das betrifft seit Montag alle Mensen, darunter die Zentralmensa, die Lunchbox und die Mensa am Turm. Letztere wird ab dem 18. Oktober wieder geöffnet.

2G habe den Vorteil, dass die Mensen wieder voll ausgelastet werden können. Zudem gibt es keine Maskenpflicht mehr und auch der Mindestabstand muss nicht mehr eingehalten werden. Es sei „fast so wie früher“, teilen die Verantwortlichen mit.

Als Nachweis gilt ein Impfzertifikat, vorzugsweise digital durch die CovPass-App oder in Papierform oder Impfpass. Genese benötigen ebenfalls einen Nachweis. Kinder sind bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres von 2G ausgenommen.

Die 2G-Regel wird in den Eingangsbereichen durch eigenes Personal oder einen Sicherheitsdienst kontrolliert. Es müssen weiterhin Kontaktdaten erfasst werden. Das schreibt die niedersächsische Corona-Verordnung vor.

Ermöglicht wird der Übergang zu 2G durch die Niedersächsische Corona-Verordnung. Darin steht, dass Veranstalter und Betreiber autonom entscheiden können, ob sie 2G einführen. Die Verordnung gilt seit dem 7. Oktober.

Das Studentenwerk erlaubt Personen den Zutritt in die Mensen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen und Personen in klinischen Studien, die sich nicht impfen lassen dürfen. Diese Personen brauchen dann ein Attest und ein Zertifikat über einen tagesaktuellen Test. In solchen Fällen gilt auch ein Zertifikat aus einem CCS-Testzentrum. CCS steht für Campus-Covid-Screening.

Der AStA sieht die neue 2G-Regel „sehr kritisch“, teilt die Vorsitzende Pippa Schneider mit. Die neue Regelung werfe eine Reihe von Problemen auf. So gebe es in Göttingen viele internationale Studenten, die teilweise mit Impfstoffen geimpft sind, die in Deutschland nicht anerkannt sind. Laut Empfehlung des RKI müssten diese Studenten sich noch eine Dritt- und Viertimpfung geben lassen mit anerkannten Impfstoffen. „Das Problem ist, dass die erneute Impfung mindestens 60 Tage dauert. Solange können die Leute nicht in die Mensa“, merkt Pippa Schneider an. Gerade das Mensaessen habe eine integrative Funktion im Studentenleben. Auf die internationalen Studenten komme somit eine schwierige Situation zu, da sie erst einmal alleine zu Hause essen müssen.

Derweil ist der Lehrbetrieb nicht von der 2G-Regel betroffen. Hier gilt 3G, womit auch Coronatests zur Teilnahme an Veranstaltungen genügen. Die Universität bietet auf dem Campus das Campus-Covid-Screening, sodass sich die Studenten kostenlos testen lassen können. (Paul Bröker)

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