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44-Jähriger ist wegen Mordes an ehemaliger Lebensgefährtin angeklagt

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Von: Heidi Niemann

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Wiesenstraße in Göttingen: In einem Haus an dieser Straße soll ein 44-Jähriger eine Frau erwürgt haben.
Wiesenstraße in Göttingen: In einem Haus an dieser Straße soll ein 44-Jähriger eine Frau erwürgt haben. © Stefan Rampfel

Sechs Monate nach dem gewaltsamen Tod einer 51-Jährigen aus Göttingen hat die Staatsanwaltschaft jetzt den ehemaligen Lebensgefährten der Getöteten wegen Mordes angeklagt.

Göttingen – Die Strafverfolgungsbehörde wirft dem 44-jährigen Mann aus Hannover vor, am 25. August vergangenen Jahres seine frühere Partnerin in deren Wohnung in der Wiesenstraße in Göttingen heimtückisch getötet zu haben. Laut Anklage soll er, damit die 51-Jährige nicht um Hilfe rufen konnte, sie plötzlich gewürgt und so lange zugedrückt haben, bis sie tot war.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Würgeangriff für die Frau völlig überraschend kam. Dies schließen sie unter anderem aus digitalen Messungen: Sowohl der 44-jährige Angeschuldigte als auch die Verstorbene hätten zur Tatzeit eine Pulsuhr getragen, sagte Behördensprecher Frank-Michael Laue. Aufgrund der aufgezeichneten Messdaten bestehe der Verdacht, dass die 51-Jährige unmittelbar vor der Tathandlung mit keinem Angriff gerechnet habe.

Angeklagter soll seine Ex erwürgt haben

Die Polizei hatte damals aus taktischen Gründen zunächst mehr als einen Monat lang nicht über das Gewaltverbrechen berichtet, um die verdeckten Ermittlungen nicht zu gefährden. Auch aus dem Umfeld der Getöteten, die in der Göttinger Universitätsmedizin gearbeitet hatte, drang nichts an die Öffentlichkeit.

Nachdem sich der Tatverdacht gegen ihren früheren Lebensgefährten erhärtet hatte, nahmen die Beamten den 41-Jährigen Ende September in seiner Wohnung im hannoverschen Stadtteil Anderten fest. Seitdem befindet er sich in der Justizvollzugsanstalt Rosdorf in Untersuchungshaft. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft schweigt der Angeschuldigte bislang zu den Vorwürfen. (Heidi Niemann)

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