Inklusion und Integration

50 Jahre Kita in der Heuss-Straße in Göttingen: Studentenwerk sieht Konzept bestätigt

Eine Frau steht mit einem Kind auf dem Arm an einer Gartentür und winkt einer weiteren Frau, die einen Kinderwagen mit zwei Kindern schiebt, zu
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Herzlichkeit: „Anlieferung“ und Verabschiedung in der Studentenwerk-Kita an der Theodor-Heuss-Straße.

Seit 50 Jahren für Kinder da: die Kita in der Theodor-Heuss-Straße in Göttingen. Zur Feier des Tages haben sich Erzieher, Eltern und Kinder etwas Besonderes überlegt.

Göttingen – Viele Kinder von Studierenden haben in 50 Jahren diese Kita in der Nordstadt durchlaufen, haben dort wichtige soziale Kontakte gesammelt und gelernt: Die Kita Theodor-Heuss-Straße des Göttinger Studentenwerks hat kürzlich ihr 50-jähriges Bestehen feiern können.

Die Mitarbeiter, Kinder und Eltern begingen diesen Anlass laut Studentenwerk mit „einer Woche wie in den 70er-Jahren“: Unter Berücksichtigung der Hygieneregeln hatten Kinder, Eltern, Erzieherinnen und Erzieher Spaß an alten Spielen, einer Fotobox, einer Ausstellung und der bewussten Reduzierung von bekanntem Spielzeug.

Kita in der Theodor-Heuss-Straße: „Bei uns geht es familiär zu“

Das Kita-Team hatte coole Ideen mit Liebe zum Detail umgesetzt und alles vorbereitet, wie Studentenwerk-Sprecherin Annett Reyer-Günther mitteilt.

„Bei uns geht es familiär zu. Jeder und jede kann so sein wie er oder sie sein will“, bringt es Kita-Leiterin Kerstin Sündermann auf den Punkt. So seien dort Toleranz, Individualität von Kindern, Eltern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern keine leeren Worthülsen.

In vier Kindergartengruppen und einer Krippengruppe betreuen Sündermann und ihr 23-köpfiges Team insgesamt 95 Kinder aus 20 Nationen. Zehn Inklusionskinder mit besonderem Betreuungsbedarf sind darunter – in verschiedenen Gruppen.

Kita in der Theodor-Heuss-Straße: Integration und Inklusion

Ein „Offenes Konzept“ ermöglicht allen Kindern den Wechsel von ihrer Stammgruppe in Schwerpunkträume wie Bau-, Spiele-, Kreativraum und „Bücherwurm“.

Kerstin Sündermann, die seit zehn Jahren die Kita leitet, freut sich „über die Vielfalt und darüber, dass rund 60 Prozent der Kinder internationaler Herkunft sind. Das Studentenwerk habe notwendige Umbauten zur Inklusion und Corona-Schutzmaßnahmen immer großzügig ermöglicht, ergänzt sie.

Der Ursprung der Einrichtung liegt im ehemaligen AStA-Haus an der Goßlerstraße, wo diese 1971 als rein studentische Initiative gegründet wurde und bis 1988 in dem Gebäude blieb. Dann benötigte man mehr Platz und es folgte der Umzug in die ehemalige Christian-Andersen-Schule; 75 Kinder wurden damals in fünf Gruppen betreut.

Studentenwerk Göttingen: Die Kita des Studentenwerks an der Theodor-Heuss-Straße feierte das 50-jährige Bestehen. Die Erzieherinnen und Erzieher verkleideten sich.

2002 führte man ein Sprachförderkonzept für zweisprachig aufwachsende Kinder ein, 2006 wurde eine Kindergartengruppe zur Krippen-Gruppe umgewandelt. Bis 2009 entwickelten die pädagogischen Fachkräfte das pädagogische Profil interkulturellen Lernens stetig weiter.

„Die Kita in der Theodor-Heuss-Straße ist ein ganz besonderer Ort – zum Wohlfühlen und verstanden werden. Wir sehen uns als Begegnungsstätte, als Ort des Austauschs. Hier lernt man von- und miteinander“, sagt Heike Lorey-Vaupel, Abteilungsleiterin Kindertagesstätten im Studentenwerk, die allen Mitarbeitenden großen Dank zollte.

Und Prof. Jörg Magull, Geschäftsführer des Göttinger Studentenwerks, verweist noch auf den kontinuierlich großen Zuspruch und die Atmosphäre: „In der Kita hat man den Eindruck, dass Tag für Tag alle sehr gern dorthin gehen.“ (Thomas Kopietz)

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