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Deutsche Hochschulmeisterschaft im Klettern: 5000 Griffe mussten neu gesetzt werden

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Von: Per Schröter

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Ein Kletterer an einer Kletterwand.
Jeder Griff muss sitzen: Deutsche Hochschulmeisterschaften im Klettern im RoXx des Uni-Sportzentrums, Göttinger Hochschulsport. © Per Schröter

Bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften (DHM) im Klettern lieferten sich 49 Teilnehmer faszinierende Uni-Titelkämpfe im Göttinger Kletterzentrum RoXx.

Göttingen – Einen Riesenerfolg feierte am Wochenende der Hochschulsport der Universität Göttingen, der in seinem Kletterzentrum „RoXx“ erstmals die Deutsche Hochschulmeisterschaft (DHM) im Klettern ausrichtete. „Es war eine tolle Veranstaltung mit einer großartigen Atmosphäre und würdigen Titelträgern“, freute sich RoXx-Leiter Tim Bartzik nach zwei aufregenden Tagen.

Erst durch die Premiere der Sportart Klettern bei den Olympischen Spielen in Tokio sei das Klettern überhaupt vor drei Jahren auch im Sportartenkanon des Deutschen Hochschulsports vertreten. Und das RoXx biete für dessen Deutsche Meisterschaft geradezu ideale Rahmenbedingungen.

Gruppenbild einiger Teilnehmerinnen.
Deutsche Hochschulmeisterschaften im Klettern: Im Göttinger RoXx kam Mara Assmann aus der Universitätsstadt auf Platz drei. © Per Schröter

„Mit Raum für mehr als 100 Athletinnen und Athleten und Kletterwänden mit bis zu 14 Metern Wandhöhe kann hier Klettern auch als Leistungssport betrieben werden“, so Bartzik. Da sich für die DHM „nur“ 49 Aktive aus Deutschland – darunter zehn von der Uni Göttingen – angemeldet hatten, kam sich also auch niemand in die Quere.

Deutsche Hochschulmeisterschaften im Klettern: Neue Routen sorgen für einheitliche Bedingungen

„Sämtliche Kletterrouten für den Wettkampf wurden neu gesetzt, so dass wir im Vorfeld rund 5.000 Griffe ab- und dann wieder an anderer Stelle anschrauben mussten“, berichtete der RoXx-Leiter.

Teilnehmer der Deutschen Hochschulmeisterschaften stehen vor einer hohen Kletterwand.
Zuschauer und Akteure ganz dicht beieinander: Im Kletterzentrum RoXx des Göttinger Hochschulsports mussten die Teilnehmenden schwierigste Routen meistern. Die Hochschulmeisterschaften wurden dort ausgerichtet. © Per Schröter

Schließlich sollten alle Starter die gleichen Voraussetzungen haben. Die Routen seien dabei von Dirk Uhlig, einem internationalen Routensetzer aus Nürnberg, und Fabian Pensel aus Berlin gesetzt worden. „Unterstützt wurden die beiden Profis dabei von unserem Hausteam“, schilderte Bartzik.

Während die Qualifikationsrunde mit acht Routen auch für ambitionierte Sportler ausreichend Herausforderungen bot, ging es im Finale im zehnten Schwierigkeitsgrad auch für Kaderathleten ordentlich zur Sache.

Völlig überraschend schaffte mit Mara Assmann dabei eine Göttinger Studentin den Sprung unter die besten Zehn. Als hervorragende Zweite der Qualifikation reichte es für Assmann im Finale hinter der neuen Deutschen Hochschulmeisterin Louisa Brumma (TU München) und der Zweitplatzierten Kathi Lenfert (Uni Erlangen-Nürnberg) zusammen mit der punktgleichen Jennifer Hamm (TU München) zum geteilten dritten Platz.

Bei den Männern wurde der Göttinger Mike Kuschereitz starker Siebter. Den Titel holte sich Lars Hoffmann (HAWK Hildesheim) vor Moritz Winkler (Hochschule Rottenburg) und Philipp Wellmann (Uni Hannover).

„Alle 49 Teilnehmenden zeigten eine motivierte und begeisternde Leistung, egal, in welchem Schwierigkeitsgrad geklettert wurde“, lobte Tim Bartzik.

Am Sonntag habe dann ein Großteil der Aktiven noch an den Workshops im Routen- und Boulderbau im RoXx sowie am „Locationscouting Klettern und Bouldern“ im Göttinger Wald teilgenommen, die vom RoXx-Team organisiert und begleitet wurden. „Das herrliche Wetter, die entspannten und begeisterten Teilnehmer und das durch zahlreiche Volunteers super aufgestellte Orga-Team trugen zum Erfolg dieser außerordentlichen Veranstaltung bei“,sagte ein begeisterter Bartzik. (per)

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